Foerderprinzip mit Druckluft
Bei pneumatischen Betonfoerdermitteln erfolgt der Materialtransport nicht ueber eine mechanische Pumpe, sondern ueber einen durch Druckluft erzeugten Foerderstrom. Das Material wird in ein Foerdersystem eingebracht und anschliessend durch Leitungen zum Verbrauchspunkt bewegt. Fuer den stoerungsarmen Betrieb muessen Materialeigenschaften, Leitungsfuehrung, Querschnitt und Luftversorgung aufeinander abgestimmt sein.
Einsatz im Tunnelbau
Im Tunnelbau kommen pneumatische Systeme vor allem dort in Betracht, wo Arbeitsbereiche eng, verwinkelt oder nur abschnittsweise erreichbar sind. Sie koennen in Bauablaeufe eingebunden werden, bei denen Material von einem Bereitstellungsort zu einer Verarbeitungsstelle transportiert werden muss. Typische Rahmenbedingungen sind wechselnde Bauphasen, provisorische Installationen und Foerderwege, die nicht geradlinig verlaufen.
Relevante Ausfuehrungen und Planungsmerkmale
Je nach Baustellensituation werden stationaere oder mobile Anlagenkonzepte verwendet. Unterschiede ergeben sich unter anderem bei Foerderleistung, Leitungslaenge, Druckniveau, Beschickung und der Einbindung in bestehende Misch- oder Verarbeitungsprozesse. Bei der Auswahl sind insbesondere Materialzusammensetzung, zulaessige Kornanteile, Reinigungsaufwand, Verschleiss und die Zugaenglichkeit fuer Wartung zu beruecksichtigen.
Abgrenzung zu Betonpumpen, Betonspritzmaschinen und Schalwagen
Innerhalb der Geraete zum Betonieren bilden pneumatische Betonfoerdermittel eine eigene Funktion: Sie dienen primaer dem Transport des Materials. Betonpumpen foerdern Frischbeton mit einem Pumpmechanismus zum Einbauort, waehrend Betonspritzmaschinen das Material gezielt auf eine Flaeche aufbringen. Schalwagen sind dagegen keine Foerdergeraete, sondern Einrichtungen fuer Schalung und Arbeitsplattformen im Tunnelquerschnitt.