Was unter Drainagemaschinen im Wasserbau verstanden wird
Im wasserbaulichen Umfeld dienen Drainagemaschinen dazu, Drainageleitungen, Sickerstränge oder entwässernde Schichten maschinell herzustellen und betriebsfähig zu halten. Je nach Verfahren bearbeiten sie den Boden, öffnen Gräben, unterstützen den Einbau von Leitungen oder entfernen Ablagerungen aus bestehenden Systemen. Entscheidend ist der Bezug zur gezielten Wasserableitung aus Baugrund, Hinterfüllungen, Dämmen, Böschungen oder technischen Entwässerungsbereichen.
Typische Einsätze bei Bau, Unterhalt und Sanierung
Eingesetzt werden Drainagemaschinen beim Neubau von Entwässerungssystemen, bei der Erneuerung alter Drainagen und bei Unterhaltsarbeiten an bereits verlegten Leitungen. Typische Situationen sind wasserbelastete Baugruben, entwässerte Tragschichten, Drainagen an Stützbauwerken oder die Ableitung von Sickerwasser entlang von Verkehrs- und Infrastrukturanlagen. Auch bei Funktionsstörungen bestehender Systeme werden Maschinen verwendet, um Leitungen freizulegen, zu reinigen oder abschnittsweise zu ersetzen.
Maschinelle Ausprägungen je nach Drainageverfahren
Die Ausführung richtet sich nach Bauaufgabe, Untergrund und Zugänglichkeit. Im Einsatz sind unter anderem Maschinen für den Grabenaushub, für den grabenlosen oder grabenarmen Einbau von Drainageelementen sowie Geräte für Spül-, Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten. Daneben können Anbaugeräte oder spezialisierte Systemmaschinen verwendet werden, wenn Drainagen in engem Baufeld, entlang bestehender Bauwerke oder in empfindlichen Bodenverhältnissen erstellt werden.
Abgrenzung zu Pumpen, Bohrgeräten und Entwässerungsanlagen
Drainagemaschinen sind mobile Arbeitsmittel für die Erstellung und Bearbeitung von Drainagesystemen. Sie unterscheiden sich von Pumpen, die Wasser fördern, und von Filtern, die Wasserströme oder Medien aufbereiten oder zurückhalten. Gegenüber Niederschlagsentwässerungsanlagen, Versickerungsanlagen oder Retentionsanlagen geht es nicht um das dauerhafte Bauwerk selbst, sondern um die Maschinen, mit denen drainierende Systeme gebaut oder instand gehalten werden. Von Bohrgeräten grenzen sie sich dadurch ab, dass nicht die Bohrung, sondern die Entwässerungsfunktion im Vordergrund steht.