Was Durchflussregler in Kunststoffprozessen leisten
Durchflussregler beeinflussen den Medienstrom so, dass ein vorgegebener Durchsatz erreicht oder konstant gehalten wird. Je nach Ausführung erfolgt die Regelung manuell, mechanisch selbsttätig oder elektronisch angesteuert. In kunststofftechnischen Anlagen hilft das, Schwankungen in Kühl-, Temperier- oder Versorgungsleitungen zu begrenzen und definierte Prozessbedingungen einzuhalten.
Typische Einsatzorte an Maschinen, Werkzeugen und Nebenanlagen
Eingesetzt werden Durchflussregler unter anderem in Kühl- und Temperierkreisen von Spritzgiesswerkzeugen, an Extrusionsanlagen, in Peripheriesystemen und in mediengeführten Versorgungslinien. Relevant sind sie überall dort, wo mehrere Kreise gleichmässig versorgt oder einzelne Verbraucher gezielt eingestellt werden müssen. Auch bei gas- oder luftbasierten Anwendungen kommen sie zum Einsatz, wenn ein reproduzierbarer Durchsatz gefordert ist.
Ausführungen nach Medium, Regelprinzip und Einbau
Verfügbar sind Durchflussregler für flüssige und gasförmige Medien sowie in verschiedenen Bauformen, etwa als Inline-Komponente, Ventileinheit oder integriertes Modul. Die Regelung kann über Drosselprinzipien, druckkompensierte Ausführungen oder elektrisch betätigte Systeme erfolgen. Für die Auswahl sind unter anderem Medium, Druckbereich, Temperatur, Anschlussart, Werkstoffverträglichkeit und der erforderliche Regelbereich relevant.
Abgrenzung zu Durchflussmessgeräten und anderen Komponenten
Innerhalb der Messtechnik und Prüftechnik unterscheiden sich Durchflussregler von Durchflussmessgeräten dadurch, dass sie nicht nur erfassen, sondern aktiv auf den Volumenstrom einwirken. Strömungsmessgeräte dienen eher der Analyse von Strömungsgeschwindigkeit oder Strömungsverhalten, nicht der direkten Regelung eines Sollwerts. Auch gegenüber Manometern, Thermostaten oder allgemeinen Regelgeräten ist die Funktion enger gefasst: Im Fokus steht die kontrollierte Durchflussmenge eines Mediums.