Regelaufgabe bei einzelnen Prozessgroessen
Kompaktregler und Regler dienen der geschlossenen Regelung von physikalischen Groessen wie Temperatur, Druck, Durchfluss, Fuellstand oder Drehzahl. Grundlage ist der Abgleich zwischen Istwert und Sollwert. Aus der Abweichung erzeugt das Geraet ein Ausgangssignal, das auf ein Heizelement, ein Ventil, einen Antrieb oder ein anderes Stellglied wirkt. Anders als reine Anzeige- oder Schaltelemente greifen Regler laufend in den Prozess ein und passen die Stellgroesse fortlaufend an.
Einsatz in Maschinen, Anlagen und verfahrenstechnischen Baugruppen
Typische Anwendungen finden sich dort, wo einzelne Prozessschritte stabil gefuehrt werden muessen. Dazu gehoeren unter anderem Heiz- und Kuehlprozesse, Druckhaltung, Dosier- und Foerderaufgaben sowie drehzahlabhaengige Bewegungsablaeufe. In kompakten Maschinen werden Regler oft direkt im Bedienfeld integriert. In groesseren Anlagen sind sie haeufig Teil einzelner Funktionsgruppen, etwa fuer einen spezifischen Kreis innerhalb einer Produktions- oder Versorgungseinheit.
Bauformen, Regelarten und Schnittstellen
Kompaktregler sind meist als eigenstaendige Front- oder Einbaugeraete ausgefuehrt und kombinieren Anzeige, Eingabe und Regelfunktion. Regler koennen daneben auch als Modul fuer den Schaltschrank oder als integrierte Funktion innerhalb einer Maschinensteuerung vorliegen. Je nach Aufgabe kommen unterschiedliche Regelarten zum Einsatz, etwa Zweipunktregelung oder stetige Verfahren wie PI- oder PID-Regelung. Relevant sind zudem die verarbeitbaren Eingangssignale, die Art der Ausgaenge sowie gegebenenfalls Kommunikationsschnittstellen fuer die Einbindung in uebergeordnete Steuerungen.
Abgrenzung zu Regelsystemen und anderen Bedienungselementen
Diese Leistung bezieht sich auf einzelne Reglergeraete beziehungsweise kompakte Regelkomponenten. Von Regelsystemen unterscheiden sie sich dadurch, dass nicht die gesamte Regelarchitektur mit Sensorik, Logik, Vernetzung und mehreren Regelkreisen im Vordergrund steht, sondern das konkrete Reglerbauteil. Gegenueber Geschwisterleistungen wie Waegezellen, Trafos oder Magneten handelt es sich nicht um Mess-, Energie- oder Haltekomponenten, sondern um funktionale Elemente zur aktiven Prozessfuehrung. Im Unterschied zu Griffen oder anderen klassischen Bedienungselementen erfassen Regler nicht nur Eingaben, sondern verarbeiten kontinuierlich Prozessdaten.