Funktion von Lasergasen im Bearbeitungsprozess
Lasergase unterstützen den Laserprozess unmittelbar an der Schnitt- oder Bearbeitungszone. Je nach Gasart fördern sie den Austrag von Schmelze, beeinflussen die Oxidation an der Schnittkante oder schaffen eine möglichst reaktionsarme Prozessumgebung. Damit wirken sie auf Schnittbild, Wärmeeintrag und die Reproduzierbarkeit des Bearbeitungsergebnisses.
Einsatzbereiche in der metallverarbeitenden Produktion
Lasergase werden vor allem beim Laserschneiden von Stahl, Edelstahl, Aluminium und anderen Metallen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Blechzuschnitte, Konturen, Serienfertigung sowie die Bearbeitung von Rohren und Profilen. Je nach Verfahren kommen sie auch bei weiteren laserbasierten Bearbeitungsschritten zum Einsatz, wenn der Prozess gezielt mit Gas unterstützt oder abgeschirmt werden muss.
Gebräuchliche Gasarten und Auswahlkriterien
Häufig eingesetzte Lasergase sind Sauerstoff, Stickstoff und Druckluft; in speziellen Anwendungen kommen auch inerte Gase in Frage. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Werkstoff, Materialstärke, gewünschter Schnittkante, zulässiger Oxidation und nachfolgenden Prozessen wie Beschichten oder Schweissen. Ebenfalls relevant sind Gasreinheit, Versorgungsform und die Abstimmung auf Düse, Druckbereich und Anlagentechnik.
Abgrenzung zu Schweissgasen und anderem Schweisszubehör
Lasergase sind innerhalb von Schweissen, Schneiden und Löten dem laserbasierten Bearbeiten zuzuordnen. Im Unterschied zu Schweissgasen sind sie nicht allgemein für Lichtbogenverfahren bestimmt, sondern auf die Anforderungen von Laseranlagen und deren Prozessführung ausgerichtet. Sie unterscheiden sich auch klar von Schweissdrähten, Schweisselektroden und Schweisszubehör, da sie weder Zusatzwerkstoffe noch mechanische Ausrüstung sind. Von Löttechnik-Hilfsstoffen grenzen sie sich durch das Verfahren und die Art der Prozessunterstützung ab.