Bindung und Aufbau dieser Schleifscheiben
Bei gummigebundenen Scheiben sorgt eine elastischere Bindung für ein anderes Kontaktverhalten als bei starreren Schleifkörpern. Kunstharzgebundene Scheiben werden mit einer harzbasierten Bindung hergestellt und sind in vielen industriellen Schleifanwendungen verbreitet. Beide Bindungsarten werden mit unterschiedlichen Schleifkörnern, Geometrien und Verstärkungen kombiniert, sodass die Scheibe auf Material, Bearbeitungsschritt und Maschine abgestimmt werden kann.
Typische Anwendungen in der Metallbearbeitung
Kunstharzgebundene Scheiben werden häufig dort eingesetzt, wo Materialabtrag, Trennen oder Bearbeitung unter höherer mechanischer Beanspruchung gefragt sind. Gummigebundene Scheiben kommen unter anderem bei feineren Bearbeitungsschritten zum Einsatz, etwa wenn eine kontrollierte Oberfläche oder ein gleichmässiger Lauf verlangt wird. Die konkrete Eignung hängt von Werkstoff, Bearbeitungsziel, Scheibenaufbau und den zulässigen Einsatzdaten der Maschine ab.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Unterschieden wird unter anderem nach Durchmesser, Dicke, Bohrung, Kornart, Körnung, Härtegrad und Bindungsaufbau. Je nach Anwendung sind auch faserverstärkte Ausführungen, verschiedene Profilformen oder speziell auf Trenn-, Schleif- oder Finishprozesse ausgelegte Varianten relevant. Für die Auswahl sind Material des Werkstücks, geforderte Oberfläche, Abtragsleistung, Standzeit sowie die Vorgaben von Maschine und Hersteller massgeblich.
Abgrenzung zu keramisch gebundenen Scheiben und anderen Schleifwerkzeugen
Innerhalb der Leistung Schleifen gehören gummigebundene und kunstharzgebundene Scheiben zu den gebundenen Schleifscheiben, unterscheiden sich aber deutlich von keramisch gebundenen Scheiben durch den Bindungstyp und das daraus resultierende Einsatzverhalten. Gegenüber Bändern oder Feinschleif- und Polierwerkzeugen handelt es sich um formstabile Scheiben für rotierende Anwendungen. Von Körpern mit Schaft unterscheiden sie sich durch Geometrie und Aufnahme, während Abrichtwerkzeuge nicht der Bearbeitung des Werkstücks, sondern der Aufbereitung von Schleifscheiben dienen.