Wie Decken nach Art gegliedert werden
Unter "nach Art" werden Decken nicht nach Oberfläche oder Verkleidung, sondern nach ihrer baulichen Ausprägung zusammengefasst. Massgebend sind etwa Tragverhalten, Material, Konstruktionsweise und technische Funktion. In diese Einordnung fallen sowohl tragende Deckenkonstruktionen als auch nichttragende Ausbaudecken sowie Systeme, die Heizen oder Kühlen über die Deckenfläche ermöglichen.
Enthaltene Deckenarten in dieser Unterkategorie
Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Stahlbetondecken als massive Tragkonstruktionen, Trockenbaudecken als leichte Innenausbaulösungen und Ziegeleinhängedecken als deckenbildende Systeme mit keramischen Elementen. Heizdecken und Kühldecken werden nach ihrer thermischen Funktion unterschieden und sind meist in den Ausbau und die Gebäudetechnik eingebunden. Die Unterleistungen beschreiben damit klar voneinander abweichende Deckenarten und nicht nur Varianten derselben Oberfläche.
Typische Anwendungskontexte je Deckenart
Stahlbetondecken werden dort eingesetzt, wo tragende, massive Geschossdecken benötigt werden. Trockenbaudecken dienen im Innenausbau unter anderem zur Raumgestaltung, zur Aufnahme von Installationen oder zur Ausbildung abgehängter Ebenen. Heizdecken und Kühldecken kommen in Gebäuden zum Einsatz, in denen die Raumtemperierung über Deckensysteme gelöst wird. Ziegeleinhängedecken werden in Bauweisen verwendet, bei denen keramische Deckenelemente Teil des Deckenaufbaus sind.
Abgrenzung zu Deckenbekleidungen
Die Geschwisterleistung "Deckenbekleidungen" bezieht sich auf Bekleidungs- und Verkleidungsschichten an bestehenden Deckenflächen. "nach Art" beschreibt dagegen die Decke als System oder Konstruktionsart selbst. Eine Trockenbaudecke kann daher als Deckenart eingeordnet werden, während einzelne Bekleidungen, Paneele oder ähnliche Oberflächenschichten zur Kategorie Deckenbekleidungen gehören. Die Hierarchie trennt damit konstruktive Deckenarten von reinen Bekleidungsleistungen.