Welche Messgroesse Sonnenscheindauermessgeräte liefern
Gemessen wird nicht die erzeugte Energie und auch nicht primär die aktuelle Intensität der Sonneneinstrahlung, sondern die aufsummierte Dauer mit direkter Sonne innerhalb eines definierten Zeitraums. Die Auswertung erfolgt typischerweise als Tages-, Monats- oder Jahreswert. Je nach Messprinzip registriert das Gerät, wann direkte Einstrahlung oberhalb eines festgelegten Schwellenwerts vorliegt und wann nicht.
Einsatz bei Standortanalyse, Verschattung und Solardaten
Im Umfeld von Solarprojekten werden Sonnenscheindauermessgeräte zur Beurteilung von Dächern, Fassaden und Freiflächen eingesetzt. Sie helfen, lokale Unterschiede zwischen offen exponierten und teilweise verschatteten Bereichen sichtbar zu machen. Ausserdem können sie in Wetterstationen oder Monitoring-Setups eingebunden werden, um gemessene Sonnenstunden mit weiteren Umgebungsdaten zu vergleichen.
Geräteausführungen und Einbindung in Messsysteme
Verfügbar sind eigenständige Messgeräte sowie Sensoren als Bestandteil grösserer meteorologischer oder solartechnischer Messsysteme. Je nach Ausführung erfolgt die Datenerfassung lokal, über Datenlogger oder über eine Anbindung an übergeordnete Monitoringplattformen. Unterschiede bestehen vor allem beim Messprinzip, bei der Auflösung der Zeitdaten, bei der Wetterbeständigkeit und bei der Eignung für dauerhafte Aussenmontage.
Abgrenzung zu Energieintensitäts- und Energiegewinnungsmessgeräten
Innerhalb der Messgeräte im Bereich Solarenergie bilden Sonnenscheindauermessgeräte eine eigene Kategorie. Im Unterschied zu Energieintensitätsmessgeräten erfassen sie nicht die momentane Einstrahlungsstärke, sondern die Dauer direkter Sonne. Gegenüber Energiegewinnungsmessgeräten messen sie keine elektrische oder thermische Ausbeute einer Anlage, sondern eine standortbezogene Wetter- beziehungsweise Expositionsgrösse. Damit eignen sie sich vor allem für Standortbewertung, Vergleich und Dokumentation.