Wie Sonnennachlaufsteuerungen arbeiten
Eine Sonnennachlaufsteuerung berechnet oder erfasst die aktuelle Sonnenposition und setzt daraus Stellbefehle für die Nachführachsen um. Je nach System erfolgt die Regelung zeit- oder positionsbasiert, über Sensorik oder als Kombination beider Ansätze. Zusätzlich überwacht die Steuerung Endlagen, Bewegungsgrenzen und definierte Sicherheitsstellungen, damit die Mechanik innerhalb der vorgesehenen Betriebsparameter bleibt.
Einsatzbereiche bei beweglichen Solarsystemen
Verwendet werden Sonnennachlaufsteuerungen bei nachgeführten Photovoltaikanlagen und bei solarthermischen Anlagen mit beweglichen Kollektoren. Typische Anwendungen finden sich bei Freiflächenkonstruktionen, Sonderanlagen und Systemen, bei denen die Ausrichtung aktiv angepasst wird. Bei klassischen Dachanlagen mit starrer Unterkonstruktion sind sie in der Regel kein Thema, weil dort keine bewegte Nachführung vorgesehen ist.
Steuerungsarten, Achsen und Schutzfunktionen
Sonnennachlaufsteuerungen lassen sich nach der Zahl der geregelten Achsen und nach dem Steuerungsprinzip unterscheiden. Üblich sind Lösungen für einachsige oder zweiachsige Nachführung sowie Systeme mit astronomischer Berechnung, Lichtsensoren oder hybrider Regelung. Je nach Aufbau können Funktionen wie Windschutzstellung, Nachtposition, Hinderniserkennung, Synchronisierung mehrerer Antriebe oder die Einbindung von Wetterdaten vorgesehen sein.
Einordnung unter Steuerungen und Abgrenzung zu Fernsteuerungen
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zu den Steuerungen im Zubehör für Solarenergieanlagen. Im Unterschied zu Fernsteuerungen steht hier nicht die manuelle oder entfernte Bedienung im Vordergrund, sondern die automatische, laufende Nachführung nach definierten Regeln. Eine Fernsteuerung kann Teil eines Gesamtsystems sein, ersetzt aber die eigentliche Logik der Sonnennachlaufsteuerung nicht.