Funktionsprinzip und Aufbau von Stahlbandförderern
Bei einem Stahlbandförderer läuft ein endloses Stahlband über Antriebs-, Umlenk- und Tragorgane. Das Band bildet eine geschlossene, belastbare Förderfläche für den kontinuierlichen Transport von Stückgütern. Je nach Ausführung kann die Anlage auf geringe Banddurchbiegung, definierte Auflage oder erleichterte Reinigung ausgelegt sein. Der konstruktive Schwerpunkt liegt auf Bandführung, Spannsystem, Antrieb und dem Verschleissverhalten der Kontaktflächen.
Typische Einsatzbereiche mit hoher Materialbeanspruchung
Stahlbandförderer werden eingesetzt, wenn Fördergüter hohe Temperaturen aufweisen, scharfe Kanten haben oder Öle, Späne und Rückstände mitführen. Typische Anwendungen finden sich bei gestanzten, geschnittenen oder bearbeiteten Teilen sowie bei Werkstücken, die nach thermischen oder mechanischen Prozessen weitertransportiert werden. Auch bei Förderaufgaben mit erhöhten Anforderungen an die Beständigkeit der Förderfläche sind sie eine naheliegende Lösung. Für leichte, empfindliche oder besonders geräuscharme Transporte werden dagegen oft andere Bandtypen gewählt.
Ausführungen nach Fördergut und Betriebsbedingungen
Stahlbandförderer unterscheiden sich unter anderem in Bandoberfläche, Bandstärke, Auflageart und seitlicher Führung. Je nach Fördergut kann eine glatte, strukturierte oder für den Prozess angepasste Oberfläche sinnvoll sein. Ebenso beeinflussen Taktung, Temperaturverlauf, Reinigbarkeit und die Übergabe an vor- oder nachgelagerte Aggregate die Auslegung. In der Planung werden deshalb nicht nur Abmessungen und Lasten betrachtet, sondern auch Anbackungen, thermische Ausdehnung und das Verhalten des Förderguts auf einer geschlossenen Stahlfläche.
Abgrenzung zu Gurt-, Gitter- und Scharnierbandförderern
Innerhalb der Bandförderer bildet der Stahlbandförderer die Variante mit durchgehender metallischer Förderfläche. Gegenüber Gurtbandförderern ist er unempfindlicher gegenüber Hitze, Kanten und anhaftenden Medien, jedoch meist schwerer und konstruktiv robuster ausgelegt. Ein Gitterband oder Drahtgurtförderer eignet sich eher dort, wo Luft, Flüssigkeiten oder Wärme durch die Förderfläche hindurchtreten sollen. Lattenband-, Scharnierband- sowie Plattenbandförderer arbeiten mit gegliederten Elementen und werden anders ausgelegt als ein kontinuierliches Stahlband. Trogkettenförderer folgen wiederum einem anderen Förderprinzip und sind nicht als Bandförderer einzuordnen.