Funktionsprinzip mit nutzbarer Kondensationswärme
Bei dieser Maschinenart wird die im Kältekreislauf anfallende Kondensationswärme nicht ausschliesslich an die Umgebung abgegeben. Stattdessen kann sie ganz oder teilweise an ein Heiz-, Warmwasser- oder Prozesssystem übergeben werden, sofern die Anlage entsprechend ausgelegt ist. Der zweite Kondensationsweg schafft damit eine Trennung zwischen reiner Wärmeabfuhr und gezielter Wärmerückgewinnung.
Typische Einsatzsituationen in kombinierten Kälte- und Wärmesystemen
Eingesetzt werden solche Apparate dort, wo sich Kältebedarf und Wärmebedarf zeitlich überschneiden. Das ist etwa in Gebäuden oder Betriebsbereichen mit Kühlprozessen und gleichzeitiger Warmwasser- oder Heizanforderung relevant. Entscheidend ist weniger die einzelne Maschine als das Lastprofil des Gesamtsystems, also ob die zurückgewonnene Wärme im Betrieb tatsächlich genutzt werden kann.
Ausführungen nach Einbindung und Betriebsweise
Unterschiede bestehen vor allem in der Art, wie die Wärme in die Gesamtanlage eingebunden wird. Je nach Konzeption kann die Maschine auf vollständige Wärmeabgabe, teilweise Wärmerückgewinnung oder priorisierte Nutzung der Wärme ausgelegt sein. Relevant sind dabei das gewünschte Temperaturniveau, die Schnittstellen zur Kälteverteilung und die Regelung zwischen Kühlbetrieb, Wärmenutzung und restlicher Wärmeabfuhr.
Abgrenzung zu Kaltwassersätzen, Rückkühlern und Kompressionskühlungen
Innerhalb der Hierarchie gehört diese Leistung zu den Anlagen und Apparaten im Bereich Kälteanlagen. Doppel-Kondensator-Heat (Recovery-Maschinen) unterscheiden sich von Kaltwassersätzen, wenn diese nur Kälte erzeugen und die Kondensationswärme verwerfen. Rückkühler und Kühltürme sind dagegen Einrichtungen zur Wärmeabgabe und nicht die eigentliche Kältemaschine. Kompressionskühlungen beschreiben das übergeordnete Verfahren, während Heat-Recovery-Maschinen eine spezifische apparative Ausprägung mit Wärmenutzung sind.