Schaltfunktion statt kontinuierlicher Messung
Ein Druckkontakt reagiert auf einen vorgegebenen Druckwert oder Druckbereich und setzt diesen Zustand in ein elektrisches Signal um. Das Bauteil arbeitet damit binär: Der Kontakt ist je nach Druck offen, geschlossen oder wechselt zwischen zwei Zuständen. In Druckluftanwendungen wird diese Funktion genutzt, um Druckgrenzen zu überwachen, Meldungen auszulösen oder nachgeschaltete Steuerungen zu informieren. Anders als ein Messgerät stellt ein Druckkontakt nicht die laufende Druckanzeige in den Vordergrund, sondern den definierten Schaltpunkt.
Einsatz in Druckluftnetzen und angeschlossenen Aggregaten
Druckkontakte kommen dort zum Einsatz, wo ein bestimmter Druckzustand sicher erkannt werden soll. Typische Anwendungen sind Leitungsabschnitte, Behälter, Aggregate, Verdichterumgebungen oder versorgte Verbraucher, bei denen ein Signal bei Druckabfall, Druckaufbau oder Erreichen eines Grenzwerts benötigt wird. In übergeordneten Anlagen können sie für Freigaben, Störmeldungen, Verriegelungen oder einfache Ablaufketten verwendet werden. Ihr Nutzen liegt vor allem in klar definierten Schaltzuständen innerhalb einer Druckluftinstallation.
Ausführungen nach Kontaktart, Schaltpunkt und Einbauweise
Druckkontakte unterscheiden sich je nach Anwendung in ihrer Kontaktfunktion, im ansprechenden Druckbereich, in der mechanischen Bauform und in der Art des elektrischen und pneumatischen Anschlusses. Je nach Ausführung arbeiten sie als Schliesser, Öffner oder Wechsler. Ebenfalls relevant sind die Einbausituation, das eingesetzte Medium, die Umgebungsbedingungen und die gewünschte Signalweitergabe. Welche Variante geeignet ist, hängt davon ab, ob ein einfacher Grenzwert überwacht oder ein definierter Schaltzustand in eine Steuerung eingebunden werden soll.
Abgrenzung zu Pressostaten, Messinstrumenten und Ventilen
Innerhalb der Leistung Druckluft sind Druckkontakte von mehreren verwandten Komponenten zu unterscheiden. Gegenüber Messinstrumenten liefern sie keinen ablesbaren Druckwert, sondern ein Schaltsignal. Von Ventilen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht den Luftstrom steuern, sondern einen Druckzustand erfassen und elektrisch weitergeben. Der Begriff überschneidet sich teilweise mit Pressostaten; im praktischen Einsatz wird mit Pressostat meist eher ein vollständiges druckabhängiges Schaltgerät bezeichnet, während Druckkontakt auch das eigentliche Kontaktelement oder eine einfachere druckabhängige Kontaktfunktion meinen kann.