Was beim Aufstellen im Signalbau ausgeführt wird
Beim Aufstellen werden signaltechnische Einrichtungen an ihrem vorgesehenen Standort montiert und lagegerecht ausgerichtet. Dazu gehören das Einheben oder Positionieren der Bauteile, das Befestigen auf vorbereiteten Unterlagen oder Tragwerken sowie die Kontrolle der räumlichen Einordnung entlang Gleis, Bahnsteig oder Anlage. Der genaue Leistungsumfang richtet sich danach, ob nur das mechanische Setzen oder auch vorbereitende und nachgelagerte Montageschritte Bestandteil des Auftrags sind.
Typische Einsatzsituationen im Eisenbahnbau
Aufstellen wird bei Neubauten, Umbauten, Ersatz bestehender Einrichtungen und bei Anpassungen an Anlagen eingesetzt. Typische Orte sind Streckenabschnitte, Weichenbereiche, Bahnhofszonen oder Betriebsareale mit signaltechnischen Installationen. Die Arbeiten müssen mit dem Bauablauf, den Zugängen zur Anlage und den Vorgaben für Position, Sichtbarkeit und Freiraum abgestimmt werden.
Ausprägungen der Aufstellarbeiten
Die Leistung kann sich auf unterschiedliche Bauteilarten beziehen, etwa auf einzelne Signalelemente, Tafeln, Masten, Schränke oder zugehörige Tragekonstruktionen. Je nach Projekt erfolgt das Aufstellen auf bereits erstellten Fundamenten, an bestehenden Tragwerken oder im Rahmen einer kompletten Neuinstallation. Auch provisorische Aufstellungen für Bauzustände oder etappenweise Montagen sind möglich, wenn Anlagen nicht in einem Schritt umgesetzt werden.
Abgrenzung zu Abreissen und zu anderen Leistungen im Signalbau
Innerhalb der Hierarchie gehört Aufstellen zur Montageleistung im Signalbau. Im Unterschied zu Abreissen geht es nicht um Demontage oder Entfernung bestehender Einrichtungen, sondern um das Einbringen neuer oder wiederzuverwendender Bauteile an den vorgesehenen Standort. Planung, elektrische Anbindung, Prüfung oder Inbetriebsetzung können mit dem Aufstellen verbunden sein, sind fachlich jedoch eigenständige Leistungsteile, wenn sie separat ausgeschrieben oder vergeben werden.