Aufgabe des Gussasphaltkochers im Materialprozess
Ein Gussasphaltkocher bereitet Gussasphalt für den Einbau vor und hält ihn bis zur Verarbeitung homogen. Dazu gehören das Erwärmen des Materials, das laufende Mischen im Kessel und der dosierte Austrag auf der Baustelle. Die Maschine ist darauf ausgelegt, dass der Baustoff während Transport, Wartezeit und Einbau nicht entmischt und verarbeitbar bleibt.
Typische Einsatzorte im Strassen- und Wegebau
Gussasphaltkocher werden vor allem dort eingesetzt, wo Flächen nicht kontinuierlich mit einem klassischen Asphaltfertiger hergestellt werden. Typische Anwendungen sind Gehwege, Randbereiche, Anschlüsse, Übergänge, Inseln, Reparaturfelder sowie Beläge auf Brücken oder in konstruktiv anspruchsvollen Zonen. Auch bei beengten Platzverhältnissen oder wechselnden Einbauorten ist die mobile Materialbereitstellung mit Kocher zweckmässig.
Bauformen und Ausstattungsmerkmale
Je nach Baustellenlogistik kommen unterschiedliche Ausführungen zum Einsatz, etwa mobile Kocher als Anhängergerät oder auf einem Trägerfahrzeug. Unterschiede bestehen unter anderem bei Kesselgrösse, Art des Rührwerks, Beheizung, Temperaturüberwachung und Austragssystem. Relevant ist zudem, ob der Kocher vor allem für Transport und Warmhaltung oder auch für längere Misch- und Bereitstellungsphasen ausgelegt ist.
Abgrenzung zu anderen Maschinen im Strassenbau
Ein Gussasphaltkocher ersetzt keinen Fertiger. Im Unterschied zu Schwarzdeckenfertigern, Kompaktasphaltfertigern oder Betonfertigern formt er den Belag nicht über eine Einbaubreite, sondern stellt das Material verarbeitungsbereit zur Verfügung. Gegenüber einer Gussasphaltbohle liegt der Schwerpunkt nicht auf dem flächigen Verteilen und Abziehen, sondern auf dem Kochen, Mischen und Austragen. Heizmaschinen dienen dagegen der Erwärmung von Bauteilen oder Arbeitsbereichen und übernehmen nicht die Materialaufbereitung wie ein Gussasphaltkocher.