Aufbau und Merkmale von Flachkabeln
Kennzeichnend für Flachkabel ist die flache Geometrie mit nebeneinander angeordneten Leitern. Dadurch lassen sie sich platzsparend führen und in definierten Lagen verlegen. Die Bauform erleichtert die Zuordnung einzelner Adern oder Leiterbahnen, etwa bei mehrpoligen Verbindungen zwischen Baugruppen. Je nach Ausführung können Flachkabel flexibel, konfektionierbar, abgeschirmt oder für wiederkehrende Bewegungen ausgelegt sein.
Typische Einsatzbereiche in Geräten und Anlagen
Flachkabel werden vor allem dort verwendet, wo runde Kabel aufgrund ihrer Bauhöhe oder ihres Verlegeverhaltens unpraktisch sind. Typische Anwendungen sind interne Verbindungen in Geräten, Schaltschrankbau, Maschinenbau, Verbindungslösungen in Abdeckungen oder Klappen sowie platzkritische Kabelwege. Auch bei geordneten Mehrfachverbindungen zwischen Steckverbindern und Baugruppen ist diese Kabelbauform verbreitet.
Ausführungen nach Funktion, Flexibilität und Anschluss
Flachkabel sind in unterschiedlichen Ausprägungen erhältlich, etwa als einfache mehradrige Flachkabel, als flexible Varianten für bewegte Teile oder als vorkonfektionierte Verbindungslösungen. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Leiterquerschnitte, Isolationsmaterialien, Abschirmungen und Stecksysteme zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach verfügbarem Einbauraum, mechanischer Beanspruchung, Biegerichtung, Anzahl der Leiter und den zu übertragenden Medien.
Abgrenzung innerhalb der Kabeltechnik
Innerhalb der Hierarchie gehört Flachkabel zur Oberkategorie Kabel und beschreibt in erster Linie eine Bauform. Im Unterschied dazu beziehen sich flammwidrige Kabel auf das Verhalten im Brandfall, PVC-Kabel auf das verwendete Mantel- oder Isolationsmaterial und Glasfaserkabel beziehungsweise LWL-Kabel auf ein optisches Übertragungsprinzip. Ein Flachkabel kann je nach Ausführung bestimmte Material- oder Brandschutzeigenschaften ebenfalls aufweisen, wird aber nicht dadurch definiert.