Funktion an Gehäusen, Schaltschränken und Montageplatten
Eine Kabeldurchführung schafft einen definierten Übergang zwischen Innen- und Aussenbereich eines Gehäuses oder einer technischen Einheit. Sie verhindert, dass Leitungen an scharfen Kanten scheuern, und trägt dazu bei, Öffnungen sauber und je nach System dicht auszuführen. Bei bestimmten Bauarten kommen zusätzliche Funktionen wie Zugentlastung, Bündelung mehrerer Leitungen oder die geordnete Einführung konfektionierter Kabel hinzu.
Typische Einbauorte in elektrischen Anlagen
Kabeldurchführungen werden in Schaltschränken, Verteilern, Klemmenkästen, Steuergehäusen und Maschinenverkleidungen eingesetzt. Sie kommen überall dort vor, wo Leitungen durch Blech, Kunststoff oder andere Gehäusematerialien geführt werden müssen. Auch bei kompakten Geräten oder dezentralen Installationen sind sie relevant, wenn der Leitungsdurchtritt mechanisch geschützt und konstruktiv sauber gelöst werden soll.
Bauformen und Ausführungen
Zu den üblichen Ausführungen gehören einfache Tüllen, Verschraubungen, Membrandurchführungen, Mehrfachdurchführungen und teilbare Systeme. Welche Bauform passt, hängt unter anderem von Kabeldurchmesser, Anzahl Leitungen, vorhandenen Steckern und den Anforderungen an Dichtung oder Montage ab. Teilbare Ausführungen werden häufig gewählt, wenn bereits konfektionierte Leitungen eingeführt werden sollen, ohne Stecker zu entfernen.
Abgrenzung innerhalb des Kabelzubehörs
Kabeldurchführungen unterscheiden sich von Kabelkanälen, Kabeltrassen und Kabelkennzeichnung in ihrer Aufgabe. Kabelkanäle und Kabeltrassen dienen der Führung und Verlegung von Leitungen über eine Strecke, während Kabelkennzeichnung der eindeutigen Zuordnung dient. Kabeldurchführungen bearbeiten dagegen den konkreten Durchtritt durch ein Gehäuse oder eine Wandung und sind damit ein eigener Teilbereich innerhalb des Kabelzubehörs.