Infosysteme im Umfeld von Schalten und Steuern
In der Elektrotechnik bezeichnet der Begriff Infosysteme Einrichtungen und Komponenten, die Informationen aus elektrischen Anlagen, Geräten oder Prozessen bereitstellen. Sie dienen dazu, Zustände anzuzeigen, Meldungen weiterzugeben oder Bedienpersonen eine geordnete Übersicht über Abläufe zu geben. Je nach Aufbau können Infosysteme lokal an einem Gerät, zentral in einer Schaltanlage oder verteilt über mehrere Anlagenteile eingesetzt werden. Der Informationsbezug steht im Vordergrund, nicht die eigentliche Schaltfunktion.
Typische Einsatzbereiche in Anlagen, Gebäuden und Maschinen
Infosysteme werden dort eingesetzt, wo Betriebszustände nachvollziehbar und Störungen rasch erkennbar sein müssen. Typische Anwendungen sind Statusanzeigen an Maschinen, Meldeeinrichtungen in technischen Gebäudeanlagen, Rückmeldungen aus Energieverteilungen oder Informationsanzeigen in industriellen Steuerungsumgebungen. Auch bei Wartung und Fehlersuche sind solche Systeme relevant, weil sie Zustände strukturiert darstellen und Ereignisse zuordnen helfen. Der konkrete Umfang reicht von einfachen Zustandsmeldungen bis zu zusammengefassten Visualisierungen mehrerer Signale.
Anzeigen, Melden und Visualisieren als Ausprägungen
Infosysteme können als einfache Anzeigeelemente, als Melde- und Signalisierungslösungen oder als umfangreichere Visualisierungseinheiten ausgeführt sein. In einfachen Fällen werden einzelne Zustände optisch oder akustisch signalisiert. Umfangreichere Ausprägungen fassen mehrere Informationen zusammen, ordnen Meldungen nach Priorität oder stellen Prozessdaten in strukturierter Form dar. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von der Zahl der Signale, der erforderlichen Übersichtlichkeit, den Umgebungsbedingungen und der Einbindung in bestehende Steuerungs- oder Schalttechnik ab.
Abgrenzung zu Schaltern, Steuergeräten und Schaltanlagen
Infosysteme sind von Schaltern und elektronischen Schaltgeräten zu unterscheiden, weil sie in erster Linie Informationen anzeigen oder weitergeben und nicht direkt Lasten schalten. Gegenüber elektronischen Steuergeräten übernehmen sie normalerweise nicht die eigentliche Logik oder Prozessführung, sondern liefern Bedien- und Zustandsinformationen dazu. Von Schaltanlagen, Schaltschränken, Schalttafeln und Steuerungen grenzen sie sich dadurch ab, dass sie Teil einer übergeordneten Bedien- oder Meldeebene sein können, aber nicht den gesamten elektrotechnischen Aufbau einer Anlage beschreiben. Schaltuhren wiederum steuern zeitabhängige Schaltvorgänge, während Infosysteme deren Zustände oder Ergebnisse sichtbar machen können.