Funktionsweise von Münzzeitschaltern
Ein Münzzeitschalter verarbeitet den Einwurf einer passenden Münze oder eines dafür vorgesehenen Zahlungsmittels als Startsignal. Danach wird ein Stromkreis für eine definierte Zeit freigegeben und nach Ablauf dieser Zeit wieder unterbrochen. Die Schaltfunktion ist damit direkt an eine zeitlich begrenzte Nutzung gekoppelt, etwa für Beleuchtung, Warmwasser oder gemeinsam genutzte Geräte.
Typische Einsatzorte mit zeitlich begrenzter Freigabe
Münzzeitschalter werden vor allem in gemeinschaftlich oder öffentlich genutzten Bereichen eingesetzt. Typische Beispiele sind Wasch- und Trockenräume, Duschanlagen, Nebenräume mit kostenpflichtiger Beleuchtung oder andere Einrichtungen, bei denen die Nutzung nicht dauerhaft freigeschaltet sein soll. Sie eignen sich für Anwendungen, in denen eine einfache Abrechnung über die Nutzungsdauer genügt.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Ausführungen unterscheiden sich unter anderem in der Art der Münzannahme, der Einstellbarkeit der Laufzeit, der Einbauform und dem zulässigen Schaltvermögen. Je nach Anwendung kommen mechanische, elektromechanische oder elektronische Geräte in Frage. Für die Auswahl relevant sind vor allem die angeschlossene Last, die gewünschte Nutzungsdauer, die Umgebungsbedingungen sowie die Frage, ob mit Münzen, Wertmarken oder einem vergleichbaren Auslöser gearbeitet wird.
Abgrenzung zu Zeitschaltern und Leistungsschaltern
Im Unterschied zu einem allgemeinen Zeitschalter startet ein Münzzeitschalter seine Laufzeit nicht nach einem festen Programm oder manuellen Schaltvorgang, sondern erst nach dem Zahlungsvorgang. Gegenüber Lastschaltern und Leistungsschaltern liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Schalten hoher Lasten oder auf Schutzfunktionen, sondern auf der zeitlich begrenzten Freigabe eines Verbrauchers. Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung daher zur Gruppe der Schalter, ist aber klar auf abrechenbare Nutzungszeiten ausgelegt.