Funktion am Übergang vom Verteilnetz zur Gebäudeinstallation
Im Hausanschluss-Kasten endet die Anschlussleitung des Netzbetreibers und beginnt der gebäudeseitige Weiterbau der Stromversorgung. Je nach Ausführung enthält der Kasten Anschlussklemmen und Sicherungseinrichtungen des Hausanschlusses. Er definiert damit die technische Schnittstelle zwischen Netz und Kundenanlage und bildet die Grundlage für die nachgeschaltete Zähler- und Verteiltechnik.
Einbausituationen in Wohn-, Gewerbe- und Zweckbauten
Hausanschluss-Kästen werden in Neubauten, Ersatzneubauten und bei Erneuerungen bestehender Netzanschlüsse eingesetzt. Übliche Einbauorte sind Hausanschlussräume, Technikräume, Kellerbereiche oder dafür vorgesehene Aussenstandorte. Entscheidend sind Zugänglichkeit, Schutz vor unzulässigen Umgebungsbedingungen und die Abstimmung mit der Leitungsführung zum Gebäude.
Bauformen und technische Ausprägungen
Die konkrete Ausführung hängt unter anderem von der Netzform, der Anschlussleistung und der baulichen Situation ab. Unterschieden wird beispielsweise zwischen Innen- und Aussenmontage sowie zwischen freistehenden, wandmontierten oder in Gebäudestrukturen integrierten Lösungen. Auch Material, Schutzart und Anschlussraum werden so gewählt, dass sie zur vorgesehenen Einbausituation und zu den Vorgaben des Netzbetreibers passen.
Abgrenzung zu HS-Stationen, Transformatoren und Erdungsmaterial
Der Hausanschluss-Kasten gehört funktional zum Netzanschluss eines einzelnen Gebäudes und liegt in der Regel auf der Niederspannungsseite. Er ist daher nicht mit HS-Stationen, Transformatoren oder sonstigen Hochspannungsmaterialien gleichzusetzen, die der Umspannung, Verteilung oder dem Betrieb des Mittel- und Hochspannungsnetzes dienen. Von Erdungsgarnituren unterscheidet er sich dadurch, dass diese Schutz- und Potentialausgleichsfunktionen erfüllen, während der Hausanschluss-Kasten die eigentliche elektrische Einspeisung ins Gebäude aufnimmt.