Welche Aufgaben eine Notstromautomatik übernimmt
Die Notstromautomatik erfasst den Zustand der Normalversorgung und bewertet, ob eine Umschaltung auf eine Ersatzquelle erforderlich ist. Dazu gehören je nach Anlagenauslegung die Überwachung von Spannung, Frequenz, Phasenlage oder dem vollständigen Netzausfall sowie die Ansteuerung von Schaltgeräten und Startsignalen für eine Netzersatzanlage. Ebenso kann sie Rückschaltbedingungen überwachen, damit nach Stabilisierung des öffentlichen Netzes die Versorgung kontrolliert auf den Normalbetrieb zurückgeführt wird.
Typische Einsatzbereiche in der elektrischen Versorgung
Eingesetzt wird Notstromautomatik dort, wo ein Stromausfall betriebliche, technische oder sicherheitsrelevante Folgen hat. Dazu zählen Anlagen in Gebäuden mit kritischen Verbrauchern, technische Infrastrukturen, Produktionsbereiche, Versorgungsanlagen oder Einrichtungen mit definierten Verfügbarkeitsanforderungen. Die konkrete Ausführung hängt davon ab, ob einzelne Verbraucher, Teilnetze oder ganze Verteilungen in die Ersatzstromversorgung einbezogen werden.
Ausführungen zwischen einfacher Umschaltung und Anlagensteuerung
Notstromautomatik kann als kompakte Umschaltautomatik für eine einzelne Einspeisung oder als umfangreichere Steuerung innerhalb einer Notstromanlage ausgeführt sein. Üblich sind Lösungen mit automatischer Netzüberwachung, Startfreigabe für Generatoren, Verriegelungen gegen Fehlumschaltungen, Meldekontakten und Störsignalen. In komplexeren Anlagen werden zusätzliche Zustände wie Bereitschaft, Lastfreigabe, Rückschaltlogik oder die Einbindung mehrerer Einspeisequellen verarbeitet.
Abgrenzung zu USV, Generatoren und Synchronisieranlagen
Innerhalb der Notstromversorgung ist die Notstromautomatik die steuernde Instanz für Umschalt- und Freigabeprozesse. Sie ist nicht mit Dieselgeneratoren, Notstromgruppen oder anderen Erzeugern gleichzusetzen, da diese die elektrische Leistung bereitstellen. Von USV-Anlagen unterscheidet sie sich dadurch, dass eine USV Lasten unmittelbar und meist unterbrechungsfrei puffert, während die Notstromautomatik die Umschaltung auf eine Ersatzquelle organisiert. Gegenüber Synchronisieranlagen ist ihr Funktionsumfang oft auf Erkennung, Start und Umschaltung ausgerichtet, nicht auf den parallelen Netz- oder Generatorbetrieb.