Was unter Einbauschaltern und Steuerschaltern verstanden wird
Einbauschalter sind Schalter, die für den festen Einbau in eine Gerätefront oder ein Gehäuse vorgesehen sind. Steuerschalter dienen dazu, elektrische Befehle manuell auszulösen, umzuschalten oder freizugeben, etwa für Betriebsarten, einzelne Verbraucher oder Steuerkreise. In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe oft, weil viele Einbauschalter zugleich Steuerfunktionen übernehmen.
Typische Einbauorte in Verteil- und Steuerungsanlagen
Verwendet werden diese Komponenten in Schaltschränken, Unterverteilungen, Bedienfeldern, technischen Zentralen und an Maschinengehäusen. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Funktionen direkt vor Ort geschaltet oder ausgewählt werden sollen. Dazu zählen etwa lokale Handbedienungen, Freigaben, Umschaltungen oder klar definierte Einzelbefehle innerhalb einer Anlage.
Gängige Ausführungen und funktionale Unterschiede
Je nach Aufgabe kommen Taster, Wahlschalter, Drehschalter oder Schlüsselschalter zum Einsatz. Unterschieden wird unter anderem zwischen tastenden und rastenden Ausführungen, beleuchteten und unbeleuchteten Varianten sowie verschiedenen Kontaktkombinationen. Für die Auswahl sind neben der Funktion auch Einbausituation, Kennzeichnung, Bedienbarkeit und Umgebungsbedingungen relevant.
Abgrenzung zu BUS-Installationen, SPS und Verteilern
Einbauschalter und Steuerschalter sind manuelle Bedienelemente und nicht mit BUS-Installationen oder Hausleittechnik gleichzusetzen, bei denen Signale über Kommunikationssysteme verarbeitet werden. Sie ersetzen auch keine SPS-Steuerungen, da sie keine programmierbare Logik bereitstellen, sondern Eingaben an eine Steuerung oder einen Stromkreis übergeben. Gegenüber Stromverteilern, Verteilerkästen oder Installationskanälen handelt es sich nicht um die Verteilinfrastruktur selbst, sondern um einzelne Bedien- und Schaltkomponenten innerhalb dieser Systeme.