Funktion von Netzfreischaltern im Stromkreis
Ein Netzfreischalter überwacht einen definierten Stromkreis und unterbricht dessen Versorgung, sobald keine Last mehr erkannt wird. Wird wieder ein Verbraucher eingeschaltet, gibt der Schalter den Stromkreis erneut frei. Damit unterscheidet sich die Leistung von einer reinen manuellen Schaltfunktion: Der Netzfreischalter arbeitet abhängig vom Betriebszustand des angeschlossenen Kreises und ist auf die Einbindung in die Verteilung ausgerichtet.
Typische Einsatzbereiche in Gebäudeinstallationen
Netzfreischalter werden dort eingesetzt, wo einzelne Endstromkreise bei Nichtbenutzung spannungsfrei sein sollen. In der Praxis betrifft das häufig separat geführte Stromkreise in Wohn- oder Nutzbereichen, die klar von dauerhaft versorgten Verbrauchern getrennt werden. Voraussetzung ist eine saubere Zuordnung der angeschlossenen Lasten, damit der betroffene Kreis im Betrieb zuverlässig erkannt und geschaltet werden kann.
Ausfuehrungen und technische Abklaerungen
Je nach Installation kommen unterschiedliche Geraeteausfuehrungen und Einbausituationen in Frage, etwa im Verteiler oder bezogen auf einzelne Abgangskreise. Vor dem Einbau sind die Eigenschaften des Stromkreises, das Verhalten angeschlossener Verbraucher und die Anforderungen an die Wiedereinschaltung zu pruefen. Relevant ist auch, ob bestimmte Geraete, elektronische Netzteile oder Steuerungen eine dauerhafte Versorgung benoetigen und deshalb nicht ueber den freizuschaltenden Kreis gefuehrt werden sollten.
Abgrenzung zu anderen Leistungen im Bereich Verteilnetze
Netzfreischalter sind nicht mit Ueberspannungsschutz zu verwechseln, der Spannungsspitzen begrenzt, und auch nicht mit Stromverteilern oder Verteilerkaesten, die der Unterbringung und Verteilung von Betriebsmitteln dienen. Gegenueber Einbauschaltern und Steuerschaltern liegt der Unterschied in der automatischen Freigabe des Stromkreises statt in einer reinen Benutzerbedienung. Im Gegensatz zu SPS-Steuerungen oder Hausleittechnik steht hier keine uebergeordnete Automationslogik im Vordergrund, sondern die gezielte Freischaltung eines einzelnen elektrischen Kreises.