Funktion in der Schlackeaufbereitung
Diese Anlagen erfassen FE-Anteile in Schlacke und separieren sie aus dem Gesamtmaterial. Die Trennung erfolgt je nach Anlagenkonzept innerhalb einer Prozesskette mit Materialaufgabe, Fördertechnik, Auflockerung oder Klassierung sowie magnetischer Abscheidung. Ziel ist eine definierte eisenhaltige Fraktion, die dem weiteren Recycling zugeführt werden kann, während die verbleibende mineralische Fraktion separat behandelt wird.
Typische Einsatzorte und Materialströme
Eingesetzt werden solche Anlagen dort, wo bei thermischen Prozessen Schlacken mit metallischen Restanteilen anfallen, etwa in der Behandlung von Verbrennungsrückständen. Sie sind Teil stationärer Aufbereitungsanlagen oder in umfassendere Linien zur Schlackenbehandlung integriert. Relevant sind sie vor allem bei Materialströmen, in denen FE-Metalle nicht bereits an der Quelle getrennt wurden, sondern erst nach dem thermischen Prozess aus dem Reststoff zurückgewonnen werden.
Anlagenaufbau und verfahrenstechnische Ausprägungen
Die konkrete Ausführung richtet sich nach Korngrösse, Feuchte, Materialzusammensetzung und gewünschter Reinheit der FE-Fraktion. Üblich sind kombinierte Systeme mit Aufgabe, Austrag, Siebung oder Klassierung und einer oder mehreren magnetischen Trennstufen. Je nach Prozessziel kann die FE-Rückgewinnung als einzelner Verfahrensschritt ausgeführt sein oder in eine mehrstufige Wertstoffaufbereitung eingebunden werden.
Abgrenzung zu anderen Rückgewinnungsanlagen
Im Unterschied zu allgemeinen Rückgewinnungsanlagen sind Anlagen zur FE-Rückgewinnung aus Schlacke auf eisenhaltige Metallanteile in einem klar definierten Reststoffstrom spezialisiert. Sie unterscheiden sich damit auch von Pyrolyseanlagen, die Stoffe thermisch umwandeln, sowie von Lösemittelrückgewinnungsanlagen, die flüssige oder gasförmige Stoffströme aufbereiten. Innerhalb der Verwertung und des Wertstoffrecyclings bilden sie eine spezifische Teilanlage für die metallische Rückgewinnung aus Schlacken.