Was bei Abwasser saniert wird
Zur Leistung gehören Sanierungen an Entwässerungsleitungen, Kanalhaltungen, Hausanschlussleitungen sowie je nach Anlage auch an Schächten und Anschlussbereichen. Anlass sind unter anderem Risse, undichte Muffen, Wurzeleinwuchs, Korrosion, Verformungen, Scherbenbildung oder Lageabweichungen. Ziel der Arbeiten ist, die Dichtheit und Nutzbarkeit der Leitung wiederherzustellen oder einen beschädigten Abschnitt baulich zu erneuern.
Typische Einsatzbereiche in Entwässerungsnetzen
Abwassersanierungen fallen in privaten Liegenschaften, bei betrieblichen Entwässerungssystemen und in öffentlichen Kanalnetzen an. Häufig werden Schäden im Bestand bei Zustandsaufnahmen, vor Umnutzungen, bei Umbauten oder im Zuge von Strassen- und Werkleitungserneuerungen festgestellt. Auch Fremdwassereintritte oder Austritte aus undichten Leitungen können ein Anlass für Sanierungsmassnahmen sein.
Verfahren von punktueller Reparatur bis zur Erneuerung
Je nach Schadensbild kommen örtlich begrenzte Reparaturen, grabenlose Sanierungsverfahren oder offene Erneuerungen infrage. Grabenlose Methoden werden eingesetzt, wenn Verlauf, Zugänglichkeit und Schadenstyp dafür geeignet sind; bei stärkeren Verformungen, Einstürzen oder komplexen Anschlussbereichen kann eine offene Bauweise erforderlich sein. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Material, Dimension, Einbausituation und dem Zustand des betroffenen Abschnitts.
Abgrenzung innerhalb der Leitungssanierung
Innerhalb der Hierarchie Leitungssanierungen und Kanalsanierungen ist Abwasser ein Teilbereich der Sanierung von Entwässerungsanlagen. Gegenüber Wasser betrifft Abwasser keine Trinkwasserleitungen mit hygienischen Anforderungen und dauerhaftem Innendruck. Gegenüber Gas stehen nicht Gasdichtheit und gasführende Leitungen im Vordergrund, sondern die sichere Ableitung von Abwasser, die Dichtheit gegen Ein- und Austritt sowie die bauliche Integrität des Kanal- oder Rohrsystems.