Was bei Bohrungen für Erdwärmesonden ausgeführt wird
Bei dieser Leistung wird zunächst die Bohrung bis zur geplanten Tiefe erstellt. Danach wird die Erdwärmesonde in das Bohrloch eingebracht und der Ringraum mit geeignetem Material verfüllt, damit ein definierter Wärmeaustausch mit dem Untergrund möglich ist und die Bohrung dauerhaft gesichert bleibt. Je nach Projekt gehören auch Bohrprotokolle, Dichtheitsprüfungen und die Vorbereitung für den Anschluss an die Wärmepumpe dazu.
Typische Einsatzbereiche im Neubau und Bestand
Bohrungen und Erdwärmesonden werden vor allem bei Gebäuden eingesetzt, die ganzjährig mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe beheizt oder temperiert werden sollen. Typische Anwendungsfälle sind Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Verwaltungsgebäude oder kleinere Gewerbebauten. Ob die Ausführung möglich ist, hängt unter anderem von den Platzverhältnissen, den geologischen Bedingungen und den wasserrechtlichen Vorgaben am Standort ab.
Ausführungsformen nach Wärmebedarf und Grundstück
Die konkrete Auslegung richtet sich nach dem Energiebedarf des Gebäudes und nach den Eigenschaften des Untergrunds. Je nach Situation werden einzelne Sonden oder mehrere Bohrungen als Sondenfeld erstellt. Auch Bohrtiefe, Abstände und Anordnung werden projektspezifisch festgelegt, damit die Wärmequelle langfristig genutzt werden kann und die Anlage zur geplanten Wärmepumpe passt.
Einordnung innerhalb der Geothermie-Leistungen
Innerhalb der Leistung Erdwärme | Geothermie beschreibt diese Seite die kombinierte Ausführung von Bohrung und Sondeneinbau. Die verwandte Leistung Erdwärmesonden kann sich dagegen stärker auf das Sondensystem als Bauteil oder auf dessen technische Auslegung beziehen. Bohrungen und Erdwärmesonden umfassen ausdrücklich den Eingriff in den Untergrund und die Herstellung der Wärmequelle vor Ort.