Was Solarwärmerechner berechnen
Ein Solarwärmerechner verarbeitet technische und standortbezogene Eingaben, um die zu erwartende Nutzwärme einer Solarthermieanlage abzuschätzen. Typische Berechnungen betreffen den möglichen Jahresertrag, den Anteil an der Warmwasser- oder Heizwärmeversorgung sowie die Beziehung zwischen Kollektorfläche und Speichergrösse. Die Ergebnisse dienen in der Regel der Vorbemessung und dem Vergleich von Varianten, nicht dem Ersatz einer objektspezifischen Fachplanung.
Typische Anwendungen in der Solarthermie
Solarwärmerechner werden eingesetzt, wenn die Eignung einer solarthermischen Lösung für ein Gebäude oder einen Prozess grob eingeschätzt werden soll. Das betrifft unter anderem Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbebauten oder Anlagen mit saisonal schwankendem Warmwasserbedarf. Auch bei Sanierungen helfen sie, bestehende Verbräuche und verfügbare Dachflächen in eine erste Dimensionierung zu überführen.
Übliche Eingaben und Ergebnisarten
Je nach Rechner fliessen Angaben zu Standort, Dachneigung, Ausrichtung, Verschattung, Kollektortyp, Speicherkonzept und Verbrauchsprofil ein. Manche Werkzeuge berücksichtigen zusätzlich Systemverluste, Temperaturbereiche oder unterschiedliche Betriebsweisen. Ausgegeben werden häufig Kennwerte wie geschätzter Solarertrag, empfohlene Kollektorfläche, Speichergrösse oder ein erwarteter solarer Deckungsgrad.
Abgrenzung zu Photovoltaik und Systemkomponenten
Solarwärmerechner beziehen sich auf die Erzeugung von Wärme aus Sonnenenergie und damit auf die Auslegung solarthermischer Systeme. Sie unterscheiden sich von Photovoltaikanlagen, die Strom erzeugen, sowie von Wechselrichter Steuerungen, die im elektrischen Bereich eingesetzt werden. Ebenso sind sie nicht mit Sonnenkollektoren, Solar-Umwälzpumpen oder Solarspeicher-Steuerungen gleichzusetzen: Diese sind Systemkomponenten, während der Rechner ein Planungs- und Bewertungsinstrument ist.