Wie trockene elektrische Abscheider Partikel abtrennen
Das Rohgas strömt durch ein elektrisches Feld, in dem die enthaltenen Feststoffpartikel elektrisch aufgeladen werden. Diese Partikel wandern zu den Abscheideflächen und haften dort an. Durch mechanische Abreinigung oder vergleichbare Austragssysteme wird der angesammelte Staub gelöst und als Trockengut aus dem System entfernt. Die Verfahrensweise ist auf die Abscheidung fester Stoffe ausgelegt, nicht auf das Auswaschen gasförmiger Bestandteile.
Typische Einsatzsituationen in der Luftreinhaltung
Trockene elektrische Abscheider werden dort eingesetzt, wo Prozess- oder Abluftströme mit Staub, Asche oder anderen festen Partikeln behandelt werden müssen. Typisch sind Anlagenkonzepte, bei denen das abgeschiedene Material trocken gesammelt, weiterbehandelt oder entsorgt wird. Die Eignung hängt unter anderem von den Eigenschaften des Staubs, dem Gaszustand und den Betriebsbedingungen der Gesamtanlage ab.
Konstruktive Ausführungen und verfahrenstechnische Merkmale
Trockene elektrische Abscheider können sich in Bauform, Strömungsführung und Abreinigung unterscheiden. Relevant sind unter anderem die Gestaltung der Elektroden- und Abscheideflächen, die Staubaustragung sowie die Einbindung in vor- oder nachgeschaltete Anlagenteile. Im Anlagenbetrieb ist entscheidend, dass die trockene Abreinigung zuverlässig funktioniert und die Staubfracht ohne Verbackungen oder unerwünschte Rückführung abgeführt werden kann.
Abgrenzung zur nassen Ausführung
Innerhalb der Hierarchie gehört „trocken“ zur Leistung „Elektrische Abscheider“ und steht der Geschwisterleistung „nass“ gegenüber. Die trockene Ausführung scheidet feste Stoffe ohne Waschflüssigkeit ab und führt sie trocken aus. Nasse elektrische Abscheider arbeiten dagegen mit einer benetzten oder gespülten Abscheidezone und werden anders ausgelegt, wenn Feinstaub, Aerosole oder klebrige beziehungsweise feuchte Belastungen verfahrenstechnisch anders behandelt werden müssen.