Funktion in gasführenden Kanal- und Leitungssystemen
Ein Gewebekompensator verbindet zwei Anlagenteile beweglich miteinander. Er nimmt axiale, laterale und winklige Bewegungen auf und reduziert die Übertragung von Schwingungen zwischen Aggregaten und Kanälen. Typisch ist der Einsatz in Systemen mit gasförmigen Medien, insbesondere bei grösseren Querschnitten und bei Bauteilen, die sich durch Temperaturänderungen unterschiedlich ausdehnen.
Einsatzbereiche in Anlagen der Luftreinhaltung
Gewebekompensatoren finden sich in Abluft- und Rauchgasstrecken von Industrieanlagen, Entstaubungssystemen und weiteren lufttechnischen Prozessen. Sie werden unter anderem an Übergängen zwischen Ventilatoren, Filtern, Reaktoren, Wärmetauschern oder Kaminen eingebaut. Relevant sind sie überall dort, wo Temperaturwechsel, Aggregatebewegungen oder Montageversätze auf das Kanalsystem wirken.
Aufbau, Werkstoffe und Ausführungsformen
Die Ausführung richtet sich nach Medium, Temperatur, chemischer Beanspruchung, Querschnitt und Einbausituation. Gewebekompensatoren bestehen in der Regel aus einem mehrlagigen Aufbau mit funktionalen Schichten, etwa für Dichtheit, Isolation oder äusseren Schutz. Sie sind in runder oder rechteckiger Form erhältlich und werden konstruktiv an Flansche, Rahmen, Platzverhältnisse und Bewegungsanforderungen angepasst.
Abgrenzung zu Elastomer- und Stahlkompensatoren
Innerhalb der Leistung Kompensatoren sind Gewebekompensatoren auf flexible Verbindungen in gasführenden Systemen ausgelegt. Im Unterschied zu Stahlkompensatoren basieren sie nicht auf einer metallischen Faltenkonstruktion, sondern auf einem flexiblen Mehrlagenaufbau. Gegenüber Elastomerkompensatoren kommen sie häufig in anderen Temperatur- und Medienbereichen zum Einsatz. Sie übernehmen keinen Abscheide- oder Reinigungsprozess, sondern den mechanischen Bewegungsausgleich innerhalb der lufttechnischen Anlage.