Was unter Umweltanalytik im Labor verstanden wird
Im Rahmen der Umweltanalytik werden Proben aus Umweltzusammenhängen im Labor chemisch untersucht. Ziel ist die Bestimmung von Inhaltsstoffen, Verunreinigungen oder Summenparametern in definierten Probenmatrizen. Die Leistung umfasst damit nicht die kontinuierliche Überwachung vor Ort, sondern die analytische Auswertung von entnommenen Proben unter kontrollierten Laborbedingungen.
Typische Proben und Untersuchungsanlässe
Umweltanalytik wird bei Fragestellungen zu Boden, Sediment, Schlamm, Abfall, Ablagerungen oder anderen umweltrelevanten Materialien eingesetzt. Typische Anlässe sind Abklärungen bei Verdacht auf Belastungen, Untersuchungen im Umfeld von Standorten, die Beurteilung von Materialströmen oder die analytische Begleitung von Sanierungs- und Entsorgungsprozessen. Welche Proben geeignet sind, hängt von der konkreten Fragestellung und vom zu untersuchenden Medium ab.
Untersuchungsinhalte in der chemischen Umweltanalytik
Analysiert werden je nach Auftrag anorganische und organische Stoffe sowie verschiedene chemische Kennwerte. Dazu können Einzelstoffe, Stoffgruppen oder übergreifende Belastungsindikatoren gehören. Der genaue Untersuchungsumfang richtet sich nach Probenart, vermuteten Stoffeinträgen und dem Zweck der Auswertung, etwa für Vergleich, Einstufung oder Dokumentation.
Abgrenzung zu Wasseruntersuchungen und Einordnung der Leistung
Innerhalb der Hierarchie gehört Umweltanalytik zu den chemischen Laboruntersuchungen. Gegenüber der Geschwisterleistung Wasseruntersuchungen ist der Fokus breiter: Wasseranalysen beziehen sich auf Trink-, Prozess-, Abwasser- oder Oberflächenwasser, während Umweltanalytik auch andere Umweltmedien und feste oder pastöse Proben einschliesst. Die Leistung ist damit eine laborbezogene Fachdisziplin und keine Mess-, Regel- oder Überwachungsleistung im Feld.