Was bei der Zerkleinerung einer Probe bearbeitet wird
Bei der Zerkleinerung wird eine feste Probe mechanisch auf kleinere Partikel oder Fragmente gebracht. Dadurch laesst sich das Material besser mischen, dosieren, teilen oder in nachfolgenden Analysen aufschliessen. Je nach Material und Analyseziel kann eine grobe Vorzerkleinerung ausreichen oder eine feinere Mahlung erforderlich sein.
Typische Proben aus Energie- und Umweltkontexten
Zerkleinert werden unter anderem Brennstoffe, Aschen, Boeden, mineralische Stoffe, Recyclingmaterialien oder feste Rueckstaende aus technischen Prozessen. Auch heterogene Umweltproben mit unterschiedlichen Korn- oder Stueckgroessen werden haeufig vorbearbeitet, damit spaetere Messungen auf einer vergleichbareren Materialbasis erfolgen. Bei feuchten, faserigen oder sprueden Proben unterscheiden sich Aufwand und Verfahren deutlich.
Verfahren und Einflussgroessen bei der Korngroessenreduktion
Zum Einsatz kommen je nach Probencharakter beispielsweise Schneiden, Brechen, Schroten oder Mahlen. Die Wahl richtet sich nach Haerte, Feuchte, Temperaturverhalten, Faserigkeit und der geforderten Endkorngroesse. Relevante Punkte sind ausserdem Materialanhaftungen, Staubbildung, Waermeeintrag und das Risiko von Veraenderungen oder Kontaminationen waehrend des Prozesses.
Abgrenzung zu Teilung und allgemeiner Vorbereitung
Zerkleinerung reduziert die Groesse der Bestandteile einer Probe, nicht in erster Linie deren Gesamtmenge. Davon unterscheidet sich die Teilung: Sie dient dazu, aus einer Gesamtprobe repraesentative Teilmengen zu gewinnen. Gegenueber der allgemeinen Vorbereitung ist Zerkleinerung ein einzelner Bearbeitungsschritt; weitere Vorbereitungsschritte koennen je nach Verfahren etwa Trocknung, Homogenisierung oder Siebung umfassen.