Trennprinzip der HPLC
Bei der HPLC wird eine Probe mit einer flüssigen mobilen Phase durch eine mit stationärer Phase gefüllte Säule geführt. Die einzelnen Stoffe wechselwirken unterschiedlich stark mit der Säulenchemie und werden dadurch zeitlich getrennt. Aus Retentionszeit und Detektorsignal lassen sich Stoffe identifizieren und in vielen Anwendungen auch quantitativ bestimmen. Die Trennleistung hängt unter anderem von Säule, Eluentenzusammensetzung und den gewählten Betriebsbedingungen ab.
Typische Proben und Einsatzfelder
HPLC wird in der chemischen Analytik eingesetzt, wenn Stoffe in Lösung untersucht werden sollen. Typische Anwendungsfelder sind pharmazeutische Proben, Lebensmittelanalytik, Umweltproben, chemische Zwischenprodukte und Laborproben aus Forschung und Qualitätskontrolle. Besonders geeignet ist das Verfahren für polare, nicht flüchtige oder thermisch empfindliche Verbindungen. Auch komplexe Gemische lassen sich mit passender Methodenentwicklung in einzelne Komponenten auftrennen.
Säulentypen und Trennmodi in der HPLC
Die Auswahl der HPLC-Säule richtet sich nach den Eigenschaften der Analyten und dem Trennziel. Häufige Trennmodi sind Umkehrphasen-HPLC, Normalphasen-HPLC, Ionenaustausch und Grössenausschluss. Dazu kommen unterschiedliche Säulenabmessungen, Partikelmaterialien und Oberflächenchemien. Innerhalb der übergeordneten Kategorie GC-Säulen und HPLC-Säulen steht HPLC damit für die flüssigchromatographische Seite der Säulen- und Methodenwahl.
Abgrenzung zu GC
HPLC und GC sind beide chromatographische Trennverfahren, unterscheiden sich aber grundlegend in der mobilen Phase und in den Anforderungen an die Probe. Bei der HPLC erfolgt die Trennung in Flüssigkeit, bei der GC in einer Gasphase. HPLC ist deshalb für viele nicht flüchtige oder hitzeempfindliche Stoffe geeignet, während GC vor allem bei flüchtigen und thermisch stabilen Verbindungen eingesetzt wird. Die Wahl zwischen beiden Verfahren ergibt sich aus Stoffeigenschaften, Matrix und analytischer Fragestellung.