Funktionsprinzip der DCP-Analyse
Bei der DCP-Messung wird ein Plasma durch Gleichstrom erzeugt und als Anregungsquelle für die Spektrometrie genutzt. Gelöste Proben werden dem Messsystem zugeführt, im Plasma atomisiert und angeregt und anschliessend über ihre elementspezifische optische Emission ausgewertet. Das Verfahren dient der qualitativen und quantitativen Bestimmung von Elementen in geeigneten Probenmatrices.
Typische Proben in Umwelt- und Prozessanalytik
DCP wird dort eingesetzt, wo Elemente in flüssigen Proben oder in aufgeschlossenen Feststoffproben bestimmt werden sollen. Dazu zählen je nach Laboraufgabe etwa Wasserproben, Prozesslösungen, Eluate oder Aufschlusslösungen aus technischen und umweltbezogenen Untersuchungen. Im Umfeld von Energie- und Umweltanwendungen kann das Verfahren zur Beurteilung von Stoffgehalten, Verunreinigungen oder materialbezogenen Freisetzungen herangezogen werden.
Probenvorbereitung und analytische Rahmenbedingungen
Die Aussagekraft der DCP-Analyse hängt stark von der Probenvorbereitung ab. Nicht direkt messbare Feststoffe werden in der Regel zunächst aufgeschlossen oder extrahiert, damit eine geeignete Lösung für die spektrometrische Zuführung entsteht. Relevante Punkte im Messablauf sind unter anderem Kalibrierung, mögliche Matrixeinflüsse, Nachweisgrenzen des jeweiligen Systems sowie die Auswahl der auszuwertenden Emissionslinien.
Abgrenzung zu ICP innerhalb der Plasma-Spektrometrie
DCP gehört wie ICP zu den plasmabasierten Verfahren der Elementanalyse, unterscheidet sich jedoch in der Art der Plasmaerzeugung. Während ICP ein induktiv gekoppeltes Plasma verwendet, arbeitet DCP mit Gleichstromplasma. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Gerätekonzept, Probenzufuhr und methodischer Auslegung. Die Leistungsseite DCP grenzt sich daher von ICP ab, obwohl beide Verfahren derselben übergeordneten Kategorie der Plasma-Spektrometer zugeordnet sind.