Was elektronische Füllstandmessgeräte messen
Die Geräte erfassen entweder den aktuellen Füllstand über den gesamten Messbereich oder sie überwachen definierte Schaltpunkte wie Minimum, Maximum oder Trockenlaufschutz. Elektronische Systeme arbeiten mit einem Messprinzip, das auf physikalischen Eigenschaften des Mediums oder des Behälters basiert. Das Ausgangssignal kann für lokale Anzeigen, übergeordnete Steuerungen oder Alarmfunktionen genutzt werden.
Typische Einsatzorte in Anlagen und Behältern
Elektronische Füllstandmessgeräte werden in Tanks, Sammelbehältern, Prozessgefässen, Lagerbehältern und Silos eingesetzt. Typische Anwendungen sind die Vorratsüberwachung, die Prozessregelung, die Leckage- oder Überlaufsicherung sowie die Überwachung von Pumpen und Dosierprozessen. Je nach Medium kommen die Geräte bei Wasser, Abwasser, Chemikalien, Ölen oder Schüttgütern zum Einsatz.
Messprinzipien und Gerätausführungen
In dieser Kategorie finden sich unterschiedliche Messverfahren, etwa kapazitive, hydrostatische, ultraschallbasierte oder radarbasierte Systeme. Welche Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem von Dielektrizität, Leitfähigkeit, Dichte, Anhaftungen, Schaumbildung, Dampf, Einbauten im Behälter und den geforderten Schalt- oder Messbereichen ab. Neben kompakten Grenzstandsensoren gibt es Messgeräte für die kontinuierliche Pegelerfassung.
Abgrenzung zu Schwimmerschaltern und anderen Sensoren
Innerhalb der Kategorie Sensoren, Schalter und Steuerungen sind elektronische Füllstandmessgeräte auf die Erfassung von Füllständen spezialisiert. Sie unterscheiden sich von Schwimmerschaltern dadurch, dass sie den Füllstand elektronisch statt über ein mechanisch bewegtes Schwimmelement erfassen. Gegenüber Drucksensoren liegt der Fokus direkt auf der Füllstandmessung, auch wenn in einzelnen Anwendungen ein Drucksignal zur Füllstandsableitung genutzt werden kann. Lichtschranken und Näherungsschalter erkennen Objekte in einem begrenzten Bereich, sind aber nicht für die eigentliche Füllstandmessung ausgelegt.