Aufzeichnungsprinzip bei flacher Schreibfläche
Beim Flachbettschreiber liegt das Registrierpapier auf einer ebenen Schreibfläche oder wird flach durch das Gerät geführt. Die Messsignale werden in Bewegungen eines Schreibsystems umgesetzt, sodass der Verlauf als Kurve, Linie oder Spur sichtbar wird. In zeitbezogenen Anwendungen ist der Vorschub des Papiers auf eine kontinuierliche Aufzeichnung ausgelegt; dadurch lassen sich Änderungen, Ausschläge und Stabilitätsphasen direkt am Diagramm ablesen.
Einsatz in Labor, Prüfung und Prozessbeobachtung
Flachbettschreiber werden eingesetzt, wenn Messwerte nicht nur angezeigt, sondern als nachvollziehbare Aufzeichnung dokumentiert werden sollen. Typische Anwendungen liegen in Laborumgebungen, an Prüfständen sowie bei der Beobachtung von physikalischen oder verfahrenstechnischen Grössen über einen bestimmten Zeitraum. Die Papieraufzeichnung ist dort zweckmässig, wo ein Verlauf unmittelbar visuell beurteilt, archiviert oder mit handschriftlichen Vermerken ergänzt werden soll.
Ausführungen nach Kanalzahl und Schreibsystem
Je nach Aufgabe sind Flachbettschreiber als Einkanal- oder Mehrkanalgeräte ausgeführt. Unterschiede bestehen zudem bei Papierformat, Skalierung, Vorschub und Art des Schreibsystems. Dadurch lassen sich Geräte auf einfache Einzelmessungen ebenso wie auf parallele Verlaufserfassungen mehrerer Signale abstimmen, sofern die jeweilige Anwendung eine analoge Papierregistrierung verlangt.
Abgrenzung innerhalb der Laborschreiber
Als Untergruppe der Laborschreiber unterscheiden sich Flachbettschreiber vor allem durch ihre Bauform von Vertikalschreibern, bei denen die Schreibfläche bzw. Papierführung anders angeordnet ist. Gegenüber XY-Schreibern liegt der Schwerpunkt typischerweise auf der zeitabhängigen Aufzeichnung eines Messverlaufs und nicht auf der freien Zuordnung zweier Messgrössen auf X- und Y-Achse. In der Hierarchie gehören Flachbettschreiber damit zu den spezialisierten Registriergeräten innerhalb der Anzeigen, Regelungen und Steuerungen.