Förderung von Medien mit festen Bestandteilen
Im Unterschied zu Pumpen für saubere Flüssigkeiten müssen Feststoffpumpen so konstruiert sein, dass Feststoffe den Förderweg passieren können. Entscheidend sind dabei freie Querschnitte, die Geometrie des hydraulischen Teils sowie Werkstoffe, die dem Verschleiss durch abrasive oder korrosive Bestandteile standhalten. Je nach Medium geht es entweder um störungsarmen Durchgang grösserer Partikel oder um den dauerhaften Betrieb bei belastenden Suspensionen und Schlämmen.
Typische Einsatzfelder in der Energie- und Umweltbranche
Feststoffpumpen kommen dort zum Einsatz, wo belastete oder feststoffhaltige Medien anfallen. Dazu gehören etwa Abwasser- und Schlammströme, Prozesswasser mit Partikeln, Reststoffe aus Behandlungsanlagen oder Medien aus der Entsorgungs- und Aufbereitungstechnik. In energienahen Anwendungen werden sie auch für Nebenströme verwendet, bei denen Sedimente, Fasern oder mineralische Bestandteile mitgeführt werden.
Auslegung nach Feststoffanteil, Partikelgrösse und Medium
Die passende Ausführung hängt stark von den Eigenschaften des Fördermediums ab. Relevante Kriterien sind Korngrösse, Form und Menge der Feststoffe, Neigung zur Sedimentation, Viskosität sowie chemische Belastung. Daraus ergeben sich unterschiedliche Bauarten und Auslegungen, etwa für grobe Feststoffe, faserhaltige Medien oder besonders abrasive Suspensionen. Auch die Einbausituation, etwa trocken aufgestellt oder eingetaucht, beeinflusst die Auswahl.
Abgrenzung zu Dickstoffpumpen, Freistrompumpen und Armaturen
Innerhalb der Kategorie Armaturen, Pumpen und Ventile gehören Feststoffpumpen zu den Fördereinrichtungen für belastete Medien. Von Absperrarmaturen, Regelarmaturen und Ventilen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie Medien transportieren und nicht primär den Durchfluss sperren oder regeln. Gegenüber Dickstoffpumpen ist der Begriff breiter: Dickstoffpumpen sind auf besonders zähe, hochkonzentrierte Medien ausgelegt. Freistrompumpen sind keine eigene Oberkategorie, sondern eine Bauart innerhalb des Umgangs mit feststoffhaltigen Medien, wenn ein grosser freier Durchgang und geringe Verstopfungsneigung gefragt sind.