Abscheidung flüssiger Phasen und Tropfen
Abscheider flüssiger Stoffe trennen flüssige Bestandteile aus einem übergeordneten Stoffstrom. Je nach Anlage betrifft dies frei vorliegende Flüssigphasen, mitgerissene Tropfen oder feine flüssige Aerosole. Ziel ist die kontrollierte Rückhaltung dieser Anteile, damit nachfolgende Anlagenteile entlastet werden und abgeschiedene Flüssigkeiten separat erfasst, überwacht oder weiterbehandelt werden können.
Typische Einsatzsituationen in strahlenschutzrelevanten Anlagen
Solche Abscheider werden dort eingesetzt, wo Flüssigkeiten aus Prozessbedingungen, Kondensation oder Austrag entstehen können. Das betrifft beispielsweise Abluftsysteme mit Feuchte- oder Tropfenbelastung, verfahrenstechnische Stufen mit Wasch- oder Kühlmedien sowie Bereiche, in denen kontaminierte Kondensate getrennt gesammelt werden muessen. Die Systeme sind in der Regel in ein geschlossenes Konzept aus Erfassung, Rueckhaltung und weiterer Behandlung eingebunden.
Verfahrensprinzipien und technische Ausprägungen
Die konkrete Ausführung hängt davon ab, ob grobe Tropfen, feine Nebel oder eine abgesetzte Flüssigphase entfernt werden sollen. Verwendet werden je nach Aufgabe beispielsweise Schwerkrafttrennung, Prall- und Umlenkabscheidung, Koaleszenz oder Demister-Elemente. In mehrstufigen Anlagen können mehrere Prinzipien kombiniert werden, etwa eine vorgeschaltete Tropfenabscheidung mit anschliessender Sammlung und Ableitung des Kondensats.
Abgrenzung zu Abscheidern fester und gasförmiger Stoffe
Innerhalb der Hierarchie der Abscheider bezieht sich «flüssiger Stoffe» ausschliesslich auf flüssige Bestandteile. Abscheider fester Stoffe sind auf Partikel, Staub oder feste Aerosole ausgelegt, während Abscheider gasförmiger Stoffe gelöste oder gasförmig vorliegende Komponenten mittels anderer Verfahren zurückhalten. Die Abgrenzung ist für die Verfahrenswahl wesentlich, weil Tropfen, Partikel und Gase unterschiedliche Trennmechanismen erfordern.