Funktion in Elektro- und Pneumatiktafeln
Diese Schalter bilden die Schnittstelle zwischen Bedienperson und Steuerung. Sie schalten nicht nur Ein und Aus, sondern können auch Wahlfunktionen wie Hand/Auto, Stufe 1/2 oder Freigabe/Sperre abbilden. In elektrischen Steuerungen wirken sie meist auf Steuerstromkreise, in pneumatischen Anwendungen auf entsprechende Steuerfunktionen innerhalb der Tafel oder des zugehörigen Systems.
Typische Anwendungen in Klima- und Lüftungsanlagen
Verwendet werden Einbauschalter und Steuerschalter unter anderem bei Lüftungsgeräten, Ventilatoren, Klappenantrieben, Pumpengruppen und kombinierten HLK-Steuerungen. Sie kommen zum Einsatz, wenn Betriebsarten vor Ort umgeschaltet, Aggregate separat freigegeben oder Funktionen für Inbetriebnahme und Service manuell angesteuert werden müssen. Auch in Unterverteilungen oder dezentralen Bedientafeln sind sie als einfache, klar erkennbare Schaltelemente verbreitet.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Je nach Anwendung werden rastende oder tastende Schalter, Drehwahlschalter, Schlüsselschalter oder beleuchtete Varianten eingesetzt. Relevant sind unter anderem die Einbauart, der benötigte Frontausschnitt, die Anzahl und Art der Schaltstellungen, die Kontaktkonfiguration sowie die Eignung für die vorgesehene Umgebung. Bei bestehenden Tafeln ist zudem zu prüfen, ob Einbautiefe, Beschriftung und Verdrahtung zur vorhandenen Steuerung passen.
Abgrenzung zu anderen Komponenten der Tafel
Einbauschalter und Steuerschalter sind einzelne Bedien- und Schaltelemente, nicht die komplette Bedienstelle. Damit unterscheiden sie sich von Kommandopulten, die mehrere Funktionen in einer zusammengefassten Einheit aufnehmen. Von Messinstrumenten, Zählern und Überwachungssystemen grenzen sie sich dadurch ab, dass sie keine Werte erfassen oder anzeigen, sondern Befehle auslösen. Gegenüber Schaltanlagen, Schaltschränken und Schaltschranksystemen handelt es sich um Bauteile innerhalb dieser Gesamtsysteme.