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Wildschadenverhütung

Wildschadenverhütung umfasst forstliche und technische Massnahmen, die Verbiss-, Feg- oder Schälschäden an Verjüngung und Jungwald begrenzen. In der Waldbewirtschaftung dient sie dazu, die Entwicklung standortgerechter Bestände abzusichern und empfindliche Baumarten in kritischen Phasen zu schützen. Die Ausgestaltung richtet sich nach Wilddruck, Baumartenmischung, Flächentyp und Entwicklungsstadium des Bestands.

Welche Schäden die Wildschadenverhütung adressiert

Im Wald entstehen Wildschäden vor allem an jungen Bäumen und an der natürlichen Verjüngung. Typische Schadbilder sind Verbiss an Knospen und Trieben, Fegeschäden an jungen Stämmen sowie Schälschäden an der Rinde. Solche Einwirkungen können das Wachstum verzögern, Baumarten verdrängen oder die angestrebte Mischung im Bestand verändern. Wildschadenverhütung setzt deshalb bei der Beobachtung des Schadbilds und bei der Einschätzung des lokalen Wilddrucks an.

Einsatzbereiche in Verjüngungsflächen und Jungbeständen

Die Leistung wird dort relevant, wo junge Bäume besonders anfällig sind: in Naturverjüngungen, auf Pflanzflächen, in Ergänzungspflanzungen und in jungen Mischbeständen. Auch nach Eingriffen wie Verjüngungsschlägen oder der Bestandesbegründung kann zusätzlicher Schutz nötig sein, wenn Licht, Strukturänderungen oder frische Pflanzungen die Fläche für Wild attraktiv machen. Entscheidend ist, ob die gewünschte Baumartenverteilung ohne Schutz erhalten bleibt oder ob gezielte Sicherungsmassnahmen erforderlich sind.

Massnahmen von Einzelschutz bis Flächensicherung

Zur Wildschadenverhütung gehören unterschiedliche Schutzansätze. Je nach Situation kommen Einzelschutz an Pflanzen, temporäre Zäune, flächenbezogene Abschirmungen oder waldbauliche Begleitmassnahmen in Betracht. Die Wahl hängt unter anderem von Flächengrösse, Gelände, Erschliessung, Baumarten und Dauer des Schutzbedarfs ab. In der Praxis werden Schutzmassnahmen oft mit einer laufenden Kontrolle kombiniert, damit Schäden, Durchgänge oder veränderte Belastungen früh erkannt werden.

Abgrenzung zu anderen Leistungen der Waldbewirtschaftung

Wildschadenverhütung ist innerhalb der Waldbewirtschaftung eine Sicherungsleistung. Im Unterschied zur Bestandesbegründung oder zu Verjüngungsschlägen schafft sie nicht die Verjüngung selbst, sondern schützt deren Entwicklung vor Wildschäden. Gegenüber der Jungwaldpflege liegt der Schwerpunkt nicht auf der waldbaulichen Steuerung durch Auslese oder Pflegeeingriffe, sondern auf dem Erhalt schadenfreier Entwicklungsbedingungen. Von Holzerei oder Strassenunterhalt unterscheidet sich die Leistung durch ihren direkten Bezug zu Verjüngung, Jungbestand und Wilddruck.

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Die folgenden Betriebe sind im Bereich Wildschadenverhütung innerhalb der Waldbewirtschaftung tätig. Die Angebote unterscheiden sich je nach Flächentyp, Schutzkonzept und Ausführung.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Wildschadenverhütung

  • Welche Wildarten verursachen typischerweise Waldschäden?

    Je nach Region vor allem Schalenwild wie Reh-, Rot- oder Gamswild. Relevant sind dabei insbesondere Verbiss-, Feg- und Schälschäden.

  • Wann ist ein Zaun sinnvoll?

    Vor allem bei grösseren Verjüngungsflächen, empfindlichen Baumarten oder hohem lokalem Wilddruck. Ob ein Zaun geeignet ist, hängt von Fläche, Dauer und Unterhalt ab.

  • Unterscheidet sich der Schutz bei Naturverjüngung und Pflanzung?

    Ja. Bei Naturverjüngung wird oft selektiv geschützt, während bei Pflanzungen der Schutz einzelner Pflanzen oder ganzer Flächen direkt nach der Anlage relevant sein kann.

  • Gehört die Jagd zur Wildschadenverhütung?

    Nicht direkt. Jagdliche Steuerung kann den Wilddruck beeinflussen, Wildschadenverhütung in der Waldbewirtschaftung umfasst jedoch vor allem Beurteilung, Schutzkonzepte und konkrete Schutzmassnahmen im Bestand.


Weitere Leistungen unter
Waldbewirtschaftung

  • Bestandesbegründung
  • Durchforstungsschläge
  • Holzerei
  • Jungwaldpflege
  • Strassenunterhalt
  • Verjüngungsschläge

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Leistung: Wildschadenverhütung in der Waldbewirtschaftung
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