Prozessschritt der EPS-Vorschäumung
Bei der Vorschäumung werden expandierbare Polystyrol-Perlen kontrolliert erwärmt, sodass sich die Partikel aufblähen. Ziel ist nicht die Endform des Bauteils, sondern ein gleichmässig vorgeschäumtes Zwischenprodukt mit definierter Schütt- oder Rohdichte. Für reproduzierbare Ergebnisse werden unter anderem Dampfmenge, Temperatur, Verweilzeit und Materialaustrag auf das jeweilige Rohmaterial abgestimmt.
Einsatz in der Verarbeitung von EPS
Vorschäumanlagen stehen am Anfang der Verarbeitung von EPS zu Formteilen, Verpackungen oder Dämmstoffblöcken. Sie kommen zum Einsatz, wenn das Material für nachfolgende Lagerung, Reifung, Blockschäumung oder Formteilherstellung gezielt vorbereitet werden muss. Relevant sind sie besonders in Produktionen mit definierten Dichtevorgaben oder wechselnden Materialqualitäten.
Anlagenausführungen und angebundene Peripherie
Im Markt finden sich diskontinuierliche und kontinuierliche Vorschäumanlagen sowie Systeme mit unterschiedlichem Automatisierungsgrad. Je nach Linienkonzept können Dosierung, Trocknung, pneumatische Förderung oder die Übergabe an Zwischenlager- und Reifebehälter angebunden sein. Bei der Auswahl stehen die Abstimmung auf Durchsatz, Zielrohdichte und Materialwechsel im Vordergrund.
Abgrenzung zu anderen Maschinen im Bereich Schaum, Schäumen
Innerhalb der Hierarchie unter Schaum, Schäumen übernehmen Vorschäumanlagen einen vorgelagerten Prozessschritt für EPS. Im Unterschied zu Schäummaschinen für verschäumbares Polystyrol formen sie das Material noch nicht zum Endteil oder Block, sondern bereiten die Partikel dafür vor. Von Giessmaschinen, Schaumspritzmaschinen und Strukturschaumanlagen unterscheiden sie sich zudem durch das verarbeitete Material und den spezifischen Ablauf der EPS-Vorschäumung.