Laserverfahren für die Bearbeitung von Kunststoffen
Bei Laser-Technologien wird Energie gezielt auf eine kleine Bearbeitungszone konzentriert. In der Kunststoffverarbeitung wird dieses Prinzip für materialabtragende, verbindende oder kennzeichnende Prozesse genutzt. Ob ein Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wie der Kunststoff die Strahlung aufnimmt, wie stark er auf Wärme reagiert und welche Kanten-, Naht- oder Markierqualität gefordert ist. Transparenten, gefüllten, geschäumten oder mehrschichtigen Kunststoffen stellen dabei unterschiedliche Anforderungen an Prozessführung und Maschinenkonzept.
Typische Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau
Laser-Technologien werden in der Kunststoffbranche sowohl in eigenständigen Maschinen als auch als Modul innerhalb grösserer Anlagen eingesetzt. Typische Anwendungen sind das Zuschneiden von Kunststoffteilen und Folien, das Schweissen von Bauteilen ohne zusätzliche Verbindungselemente sowie die dauerhafte Kennzeichnung von Produkten, Seriennummern oder Chargen. In der Fertigung werden solche Systeme dort eingesetzt, wo reproduzierbare Bearbeitungszonen, geringe mechanische Belastung oder eine saubere, lokal begrenzte Energieeinbringung gefragt sind.
Maschinentypen innerhalb der Laser-Technologien
Zu den Unterleistungen zählen Beschriftungsgeräte, Schneidmaschinen, Schweissmaschinen und additiv arbeitende Systeme wie Additiv-Filament-Laserdrucker. Beschriftungsgeräte dienen der Kennzeichnung von Kunststoffoberflächen, etwa für Identifikation oder Rückverfolgbarkeit. Schneidmaschinen bearbeiten Konturen, Öffnungen oder Trennlinien in Platten, Folien oder Formteilen. Schweissmaschinen verbinden Kunststoffkomponenten gezielt entlang definierter Fügeflächen. Additive Lasersysteme sind auf den schichtweisen Aufbau von Bauteilen ausgerichtet und unterscheiden sich damit grundsätzlich von abtragenden oder fügenden Laseranwendungen.
Einordnung innerhalb von Sondermaschinen und Abgrenzung zu verwandten Technologien
Innerhalb der Hierarchie gehören Laser-Technologien zum Bereich Sondermaschinen und Technologien, weil sie nicht an ein einzelnes Standardprodukt gebunden sind, sondern als spezialisiertes Verfahrensprinzip in unterschiedlichen Kunststoffanwendungen eingesetzt werden. Sie unterscheiden sich von Kabelextrusionsanlagen, Kabelummantelungsmaschinen oder Polystyrolverarbeitungsmaschinen, die jeweils auf einen konkreten Herstellprozess oder Produkttyp ausgerichtet sind. Gegenüber Vakuum-Technologien liegt der Schwerpunkt nicht auf Druckverhältnissen, Entgasung oder Formgebung unter Unterdruck, sondern auf der Bearbeitung mit Laserenergie. Laser-Technologien können dabei Teil einer grösseren Anlage sein, bleiben fachlich jedoch ein eigenständiger Technologiebereich.