Mischen und Entgasen unter Vakuum
Bei Mischern in diesem Bereich werden Fluessigkeiten, Pasten oder hochviskose Massen zusammengefuehrt, verteilt und waehrenddessen unter Vakuum entgast. Dadurch lassen sich Lufteinschluesse, Schaum oder geloste Gase verringern, die spaeter die Weiterverarbeitung oder die Bauteilqualitaet beeinflussen koennen. Je nach Material stehen dabei Homogenitaet, Benetzung von Fuellstoffen, Temperaturfuehrung oder eine moeglichst schonende Verarbeitung im Vordergrund.
Typische Materialien und Einsatzkontexte
Eingesetzt werden Mischer unter anderem fuer Harze, Kleb- und Vergussmassen, Additivmischungen, Compounds sowie andere Kunststoffsysteme mit definiertem Misch- und Entgasungsbedarf. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Rezepturen reproduzierbar vorbereitet oder Vorstufen fuer nachfolgende Prozessschritte erzeugt werden muessen. Typische Anwendungen finden sich in der Aufbereitung von gefuellten Systemen, in der Verarbeitung reaktiver Medien und bei Materialien, die auf eingeschlossene Luft empfindlich reagieren.
Ausfuehrungen von Mischern in der Vakuum-Technologie
Die Bezeichnung Mischer ist hier als Oberbegriff zu verstehen und umfasst unterschiedliche Bauarten, je nach Viskositaet, Chargengroesse, Mischintensitaet und Reinigungsanforderung. Relevant sind unter anderem Behaeltergeometrie, Werkzeuganordnung, Drehzahlbereiche, Vakuumauslegung und die Moeglichkeit zum Heizen oder Kuehlen. Auch der Unterschied zwischen diskontinuierlicher Chargenverarbeitung und kontinuierlichen Prozessen ist fuer die Auslegung wesentlich.
Abgrenzung zu Planetenmischern, Planetendissolvern und Giessharzanlagen
Mischer beschreibt die allgemeine Maschinenkategorie fuer Mischprozesse unter Vakuum, waehrend Planetenmischer und Planetendissolver konkrete technische Ausfuehrungen mit bestimmter Werkzeugkinematik sind. Giessharzanlagen gehen ueber den eigentlichen Mischvorgang hinaus und umfassen in der Regel auch Dosieren, Aufbereiten und Applizieren von Harzsystemen. Von Formmaschinen unterscheiden sich Mischer dadurch, dass sie das Material vorbereiten oder konditionieren, nicht aber die Formgebung selbst uebernehmen.