Funktionsprinzip beim Schrumpfen von Verpackungsfolie
Ein Folien-Schrumpftunnel führt verpackte Produkte auf einem Transportsystem durch eine beheizte Tunnelzone. Dort wirkt Wärme so auf die bereits umgelegte oder verschlossene Folie ein, dass sie sich zusammenzieht und sich an Form und Kontur des Packguts anlegt. Entscheidend sind eine gleichmässige Wärmeverteilung, die abgestimmte Durchlaufgeschwindigkeit und die Eignung der verwendeten Schrumpffolie für den jeweiligen Prozess.
Einsatzbereiche für Einzelpackungen und Sammelgebinde
Schrumpftunnel werden eingesetzt, wenn Produkte mit einer eng anliegenden Folienverpackung stabilisiert, gebündelt oder für Transport und Lagerung zusammengefasst werden sollen. Typische Anwendungen sind Einzelverpackungen, Multipacks, Tray-Verpackungen oder gebündelte Gebinde. Der Einsatz hängt von Produktabmessungen, Taktung der Linie, Folientyp und den Anforderungen an Optik, Schutz und Handhabung ab.
Ausführungen nach Transport, Wärmeführung und Linienintegration
Folien-Schrumpftunnel unterscheiden sich unter anderem in Tunnelgrösse, Fördertechnik und Art der Wärmeübertragung. Je nach Produkt und Prozess kommen unterschiedliche Band- oder Rollenfördersysteme sowie verschiedene Heizkonzepte zum Einsatz. Für die Auslegung relevant sind vor allem Produktgeometrie, Empfindlichkeit gegenüber Temperatur, gewünschter Durchsatz und die Einbindung in vor- und nachgelagerte Maschinen.
Abgrenzung zu Einschlag-, Schweiss- und anderen Folienmaschinen
Ein Folien-Schrumpftunnel schrumpft die Folie, erzeugt aber in der Regel nicht selbst die Verpackungshülle. Diese Aufgabe übernehmen vorgeschaltete Folien-Einschlagmaschinen oder Folien-Schweissmaschinen, die das Produkt zunächst in Folie einhüllen oder die Folie verschliessen. Von Film-Giessmaschinen, Flachfolien-Anlagen, Reckmaschinen oder Regeneriermaschinen unterscheidet sich der Schrumpftunnel deutlich, weil er nicht der Folienherstellung oder Folienaufbereitung dient, sondern der Endverpackung im Linienprozess.