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Verarbeiten von Verstärkungsstoffen (Kohlenstoffasern, Kevlar)

Beim Verarbeiten von Verstärkungsstoffen werden Kohlenstoffasern und Aramidfasern wie Kevlar gezielt in Verbundbauteile eingebracht. Entscheidend sind Zuschnitt, Faserorientierung, Lagenaufbau und die Verbindung mit dem gewählten Matrixsystem. Die Leistung betrifft damit den materialgerechten Umgang mit Verstärkungshalbzeugen vor und während der Herstellung von Faserverbundteilen.

Was unter dem Verarbeiten von Verstärkungsstoffen zu verstehen ist

Verstärkungsstoffe liegen je nach Bauteil und Verfahren als Gewebe, Gelege, Rovings, Bänder, Vliese oder vorgeformte Preforms vor. Bei der Verarbeitung werden diese Halbzeuge zugeschnitten, positioniert, lagenweise aufgebaut, gegebenenfalls fixiert und anschliessend mit einer Matrix kombiniert. Die Faserausrichtung bestimmt dabei wesentlich, in welche Richtung ein Bauteil Lasten aufnehmen kann. Neben dem reinen Einlegen gehört auch der kontrollierte Umgang mit Übergängen, Kanten, Ausschnitten und Verstärkungszonen zu dieser Leistung.

Typische Einsatzkontexte für Kohlenstoff- und Aramidfasern

Kohlenstoffasern werden eingesetzt, wenn hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht gefragt ist. Aramidfasern wie Kevlar werden verwendet, wenn ein zähes Verhalten, Schlagbeanspruchung oder Abrieb in der Auslegung berücksichtigt werden. In der Praxis betrifft das belastete Formteile, Verkleidungen, Strukturbauteile, Schutzelemente und hybride Laminataufbauten. Welche Faser geeignet ist, hängt vom Lastfall, der Bauteilgeometrie und dem nachfolgenden Herstellprozess ab.

Halbzeugformen, Lagenaufbau und materialgerechte Handhabung

Die Verarbeitung unterscheidet sich je nach Textilform und Faserart. Unidirektionale Lagen erlauben eine gezielte Ausrichtung entlang definierter Belastungen, während Gewebe und Gelege sich für flächige oder komplexere Aufbauten eignen. Häufig werden mehrere Verstärkungsstoffe kombiniert, etwa in lokalen Verstärkungsbereichen oder als Hybridlaminat. Materialgerecht sind ein sauberer Zuschnitt, eine reproduzierbare Ablage, die Vermeidung von Falten und Versatz sowie eine auf das Material abgestimmte Fixierung vor der weiteren Konsolidierung.

Abgrenzung zu Laminieren, Wickeln und Autoclav-Verfahren

Das Verarbeiten von Verstärkungsstoffen beschreibt nicht ein einzelnes Formgebungsverfahren, sondern den Umgang mit den Faserhalbzeugen selbst. Davon zu unterscheiden sind Verfahren wie Faserspritzen und Laminieren, bei denen die Fasern direkt in einen spezifischen Herstellablauf eingebunden werden, oder Wickelverfahren für rotationssymmetrische Bauteile. Auch die Druckofen-Faserverbundtechnik im Autoclav betrifft vor allem die Konsolidierung und Aushärtung eines vorbereiteten Laminats. BMC-, SMC- oder GMT-Verarbeitung arbeiten dagegen mit vorcompoundierten oder vorkonfektionierten Materialien und nicht mit frei aufgebauten Verstärkungslagen in derselben Form.

18 Anbieter

In der folgenden Firmenliste sind Anbieter für das Verarbeiten von Verstärkungsstoffen im Faserverbundbereich aufgeführt. Die Einträge betreffen den Umgang mit Kohlenstoffasern, Aramidfasern und vergleichbaren Verstärkungshalbzeugen.
Switzerland
K-Profile AG - WAiSCH

K-Profile AG

9220 Bischofszell
Martignoni AG - WAiSCH
Switzerland
Martignoni AG - WAiSCH

Martignoni AG

3110 Münsingen
Carbomill AG - WAiSCH
Switzerland
Carbomill AG - WAiSCH

Carbomill AG

5703 Seon

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Switzerland
Rotex Metallbauteile GmbH - WAiSCH

Rotex Metallbauteile GmbH

9524 Zuzwil SG
Switzerland
Faigle Igoplast AG - WAiSCH

Faigle Igoplast AG

9434 Au SG
Switzerland
Nägeli Swiss AG - WAiSCH

Nägeli Swiss AG

8594 Güttingen
Switzerland
Connova AG - WAiSCH

Connova AG

5612 Villmergen
Switzerland
Rheinmetall Air Defence AG - WAiSCH

Rheinmetall Air Defence AG

8050 Zürich
Switzerland
Gsell Engineering Plastics AG - WAiSCH

Gsell Engineering Plastics AG

5630 Muri AG

Fragen & Antworten zu Verarbeiten von Verstärkungsstoffen (Kohlenstoffasern, Kevlar)

  • Welche Verstärkungsstoffe sind mit dieser Leistung gemeint?

    Typisch sind Kohlenstoffasern sowie Aramidfasern wie Kevlar in Form von Geweben, Gelegen, Rovings, Bändern oder Preforms.

  • Ist das Verarbeiten von Verstärkungsstoffen ein eigenes Herstellverfahren?

    Nein. Es beschreibt den materialgerechten Zuschnitt, Aufbau und die Einbindung der Fasern in ein nachfolgendes Verbundverfahren.

  • Können Kohlenstoff- und Aramidfasern in einem Bauteil kombiniert werden?

    Ja, hybride Aufbauten sind möglich, wenn die Materialeigenschaften und der Lagenaufbau auf die Funktion des Bauteils abgestimmt werden.

  • Spielt die Faserorientierung eine Rolle?

    Ja. Die Orientierung beeinflusst, in welche Richtung das Bauteil Steifigkeit und Festigkeit aufbauen kann.


Weitere Leistungen unter
Verarbeiten von verstärkten Kunststoffen

  • Faserspritzen und Laminieren
    20 Firmen
  • Formpressen zu Teilen mit hohen mechanischen Anforderungen
    14 Firmen
  • Pressverfahren mit Druck
    13 Firmen
  • Leichtbautechnik (FK)
    12 Firmen
  • Vakuumpressverfahren
    11 Firmen
  • SMC Heisspressen
    9 Firmen
  • Druckofen-Faserverbundtechnik (im Autoclav)
    6 Firmen
  • BMC Heisspressen
    5 Firmen
  • GMT Verarbeitung
    4 Firmen
  • Wickeln Duroplaste
    4 Firmen
  • Wickeln Thermoplaste
    4 Firmen
  • Schleudern (GFK)
    2 Firmen

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