Was unter Visual Graphics bei CT-Daten verstanden wird
Ausgangspunkt sind rekonstruierte CT-Volumendaten eines Bauteils oder einer Baugruppe. Diese Daten werden in 2D-Schnitten, transparenten Ansichten, isolierten Teilbereichen oder farblich hervorgehobenen Volumendarstellungen ausgewertet. Ziel ist nicht nur das Sichtbarmachen von Innenstrukturen, sondern auch eine lesbare Darstellung von Auffaelligkeiten, Uebergaengen und Zusammenhaengen innerhalb des Bauteils.
Typische Auswertungen an Kunststoffteilen und Baugruppen
Die Methode wird genutzt, wenn innere Bereiche ohne Zerstoerung beurteilt werden sollen. Typische Beispiele sind Hohlraeume, Einschluesse, Verformungen im Inneren, Lageabweichungen von Einlegeteilen oder der Sitz montierter Komponenten. Auch bei mehrteiligen Kunststoffbaugruppen kann die visuelle CT-Auswertung zeigen, wie Einzelteile zueinander positioniert sind und ob verdeckte Bereiche plausibel aufgebaut sind.
Darstellungsformen fuer Berichte, Entwicklung und Fehleranalyse
Je nach Fragestellung entstehen axiale, radiale oder frei gesetzte Schnittbilder, 3D-Renderings, Detailansichten oder Gegenueberstellungen mehrerer Bereiche. Relevante Zonen koennen markiert, kommentiert und in ihrer Lage zum Gesamtbauteil eingeordnet werden. Dadurch eignet sich die Auswertung sowohl fuer technische Dokumentationen als auch fuer Entwicklungsabklaerungen, Reklamationsanalysen oder den internen Austausch zwischen Konstruktion, Qualitaet und Fertigung.
Abgrenzung zur CT-Aufnahme und zu anderen CT-Auswertungen
Innerhalb der Leistung Computertomographie, 3D bezieht sich Visual Graphics auf die visuelle Aufbereitung bereits erzeugter CT-Daten. Sie unterscheidet sich von der eigentlichen CT-Aufnahme, bei der das Bauteil gescannt und das Volumen rekonstruiert wird. Ebenso ist sie von rein messtechnischen Auswertungen abzugrenzen: Hier steht nicht die Ermittlung von Massen oder Soll-Ist-Vergleichen im Vordergrund, sondern die anschauliche Darstellung innerer Merkmale und Befunde.