Was unter elektrotechnischen Hüllen verstanden wird
Unter Hüllen werden hier umschliessende Kunststoffteile verstanden, die einzelne Komponenten ganz oder teilweise abdecken. Sie können als Kappe, Haube, Überzug oder formgebendes Gehäuseteil ausgeführt sein und werden aufgesteckt, aufgeschoben, eingerastet oder anderweitig befestigt. Je nach Material und Konstruktion übernehmen sie elektrische Trennung, Berührschutz und einen begrenzten Schutz gegen äussere Einwirkungen.
Typische Einbausituationen an Anschlüssen und Bauteilen
Hüllen werden dort eingesetzt, wo Kontakte, Verbinder oder Übergänge abgedeckt werden müssen. Typische Anwendungen sind Steckverbindungen, Klemmenbereiche, Kabelenden, Anschlusszonen an Geräten oder isolierende Abdeckungen über einzelnen elektronischen Baugruppen. Auch bei Bauteilen mit unregelmässiger Kontur kommen Hüllen zum Einsatz, wenn flächige Zuschnitte oder Schlauchmaterial die Form nicht ausreichend abbilden.
Ausführungen nach Form, Material und Montage
Je nach Anwendung werden flexible oder formstabile Hüllen verwendet. Relevante Merkmale sind Wandstärke, Elastizität, Temperaturverhalten, Farbe oder Transparenz sowie Öffnungen, Durchführungen und Befestigungselemente. Neben Standardformen sind kundenspezifische Formteile verbreitet, wenn Einbauraum, Kontur oder Montageablauf eine genau definierte Geometrie verlangen.
Abgrenzung zu Rohren, Schläuchen und anderen Isolierteilen
Innerhalb der Isolier- (Elektro)-Teile stehen Hüllen für die bauteilbezogene Umhüllung. Rohre und Schläuche sind dagegen längenbezogene Produkte zur Führung oder Ummantelung über eine Strecke, während Platten und Scheiben als flächige oder scheibenförmige Teile eingesetzt werden. Bänder dienen der Umwicklung, Kitte eher dem Füllen oder Abdichten. Hüllen unterscheiden sich damit durch ihre räumliche Form und ihre direkte Auslegung auf ein konkretes Bauteil oder einen Anschlussbereich.