Was Rollen im Kabelbereich leisten
Rollen reduzieren die direkte Reibung zwischen Leitung und Untergrund oder führen Kabel entlang einer vorgegebenen Bahn. Kunststoff wird eingesetzt, wenn geringes Gewicht, Korrosionsbeständigkeit oder eine materialschonende Auflage gefragt sind. Die Ausführung richtet sich nach Geometrie, Tragverhalten und der Art der Bewegung, etwa freies Abrollen, Umlenken oder stützendes Mitlaufen.
Typische Anwendungen bei Leitungsführung und Kabelhandling
Rollen werden in Anwendungen verwendet, in denen Kabel oder flexible Schutzsysteme bewegt, eingezogen oder sauber geführt werden müssen. Dazu gehören Montage- und Installationssituationen, Übergänge über Kanten oder Strecken mit Richtungswechsel sowie technische Aufbauten mit wiederkehrender Leitungsbewegung. Auch in Kombination mit Kanälen, Rohren oder Halterungen können Rollen einzelne Bewegungsabschnitte unterstützen.
Ausführungen nach Aufbau, Werkstoff und Lagerung
Unterschieden wird unter anderem nach Form der Lauffläche, Breite, Achsaufnahme und Art der Lagerung. Je nach Belastung kommen einfache Kunststoffrollen oder Konstruktionen mit zusätzlichen Komponenten zum Einsatz. Relevant sind ausserdem Oberflächenbeschaffenheit, Kantenform und die Eignung für die jeweilige Leitung, damit Kabelmäntel, Schutzrohre oder Ummantelungen nicht unnötig beansprucht werden.
Abgrenzung zu Haltern, Bindern und Schutzrohren
Rollen gehören innerhalb des kabelbezogenen Kunststoffsortiments zu den Bauteilen für Bewegung und Führung. Im Unterschied zu Haltern oder Bindern fixieren sie Leitungen nicht dauerhaft an einer Position. Gegenüber Schutzprofilen, Schutzrohren oder Durchführungstüllen steht nicht der Schutz an einer Durchtritts- oder Kante im Vordergrund, sondern die laufende oder wiederholte Führung entlang eines Bewegungswegs. Von Kabelleitern, Kanälen und Installationskanälen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine geschlossene oder durchgehende Trasse bilden.