Wie Nonwovens aufgebaut und verfestigt werden
Nonwovens bestehen aus Stapelfasern, Endlosfilamenten oder Mischungen daraus. Die Faserlage kann zufällig oder gerichtet orientiert sein und wird danach verfestigt, etwa durch Vernadelung, thermisches Binden oder Bindemittel. Aus der Kombination von Rohstoff, Faserfeinheit, Verfestigung und Flächengewicht ergeben sich Eigenschaften wie Porosität, Reissverhalten, Drapierbarkeit, Medienbeständigkeit oder Aufnahmevermögen.
Einsatzfelder von Matten, Filzen und Vliesen
Typische Anwendungen liegen in Filtration, Verpackung, Bauprodukten, Automobilteilen, Hygieneartikeln, Medizintechnik sowie im Oberflächen- und Anlagenschutz. Je nach Ausführung werden die Materialien als Trennlage, Absorber, Kaschierträger, Dichtlage, Drainageelement oder akustisch wirksame Schicht eingesetzt. In Verbundaufbauten übernehmen sie oft eine andere Funktion als Folien oder Gewebe, etwa Volumenaufbau, Partikelrückhalt oder gleichmässige Harzverteilung.
Relevante Ausprägungen nach Material und Funktion
Unterschiede ergeben sich unter anderem aus dem verwendeten Polymer, beispielsweise Polyester, Polypropylen, Polyamid oder speziellen Funktionsfasern. Daneben sind Flächengewicht, Dicke, Oberflächenstruktur, Luft- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit sowie die thermische und chemische Beständigkeit entscheidend. Im Markt finden sich unter anderem Nadelvliese, thermisch verfestigte Vliese, Spinnvliese, Meltblown-Materialien und mehrlagige Kombinationen, die auf Filtration, Isolation, Polsterung oder Verstärkung ausgelegt sind.
Abgrenzung innerhalb der Form- und Funktionskategorien
Diese Kategorie umfasst flächige Nonwoven-Produkte und nicht lose Fasern oder Additive. Sie unterscheidet sich von Geweben und gewobenen Bändern durch den fehlenden Fadenverbund sowie von Folien, Netzen und Platten durch ihren faserigen, meist porösen Aufbau. Gegenüber dem Geschwistereintrag Fasern steht hier das verfestigte Flächenprodukt im Vordergrund; ein separater Eintrag Filze kann je nach Systematik enger gefasste oder traditionelle Filzprodukte meinen, während Nonwovens die breitere Gruppe nicht gewebter Faserbahnen beschreibt.