Leistungsumfang bei Spritzgusswerkzeugen für externe Auftraggeber
Gefertigt werden Werkzeuge auf Basis von Bauteildaten, Zeichnungen, Funktionsanforderungen und geplanten Stückzahlen des Kunden. Je nach Vereinbarung reicht der Umfang von der konstruktiven Auslegung bis zur kompletten Werkzeugrealisierung mit Erstmusterung, Korrekturen und technischer Dokumentation. Häufig muss die Werkzeugkonstruktion so vorbereitet werden, dass das Werkzeug beim Auftraggeber selbst oder bei einem beauftragten Spritzgiesser eingesetzt werden kann.
Typische Einsatzsituationen für Werkzeuge im Kundenauftrag
Werkzeuge für Dritte werden beauftragt, wenn Unternehmen Kunststoffteile herstellen lassen wollen, aber keinen eigenen Formenbau betreiben. Das betrifft sowohl neue Produkte als auch die Überarbeitung bestehender Werkzeuge, den Aufbau zusätzlicher Kavitäten oder den Transfer in eine andere Produktion. Auch Markenhersteller, Entwicklungsdienstleister und industrielle Auftraggeber nutzen diese Form der Zusammenarbeit, wenn Werkzeugbau und Serienfertigung organisatorisch getrennt sind.
Ausführungen nach Bauteil, Serie und Produktionskonzept
Die Auslegung richtet sich nach Geometrie, Material, Toleranzen und dem vorgesehenen Produktionsvolumen. Möglich sind unter anderem Prototypen-, Vorserien- und Serienwerkzeuge sowie Einfach-, Mehrfach- oder Familienwerkzeuge. Je nach Anwendung werden unterschiedliche Angusssysteme, Wechselteile, Entformungslösungen oder wartungsrelevante Konstruktionsmerkmale berücksichtigt, damit das Werkzeug zur vorgesehenen Fertigungsumgebung passt.
Abgrenzung zu Eigenbedarf und zu anwendungsspezifischen Werkzeugen
Innerhalb der Hierarchie beschreibt Dritte keinen bestimmten Kunststoffartikel, sondern die Herstellung von Spritzgusswerkzeugen für externe Kunden. Damit unterscheidet sich die Leistung von Eigenbedarf, bei dem Werkzeuge für die eigene Produktion des Werkzeugbauers oder eines verbundenen Unternehmens entstehen. Von Kategorien wie Aerosolkappen, Medizin oder Nahrungsmittel-Verpackungen grenzt sich Dritte dadurch ab, dass keine feste Endanwendung vorgegeben ist und Werkzeuge für sehr unterschiedliche Produkte entwickelt werden können.