Was Feuchtemessgeräte in der Kunststoffbranche erfassen
Feuchtemessgeräte dienen zur Bestimmung des Wassergehalts oder der Restfeuchte in einem Material. Je nach Gerät und Verfahren erfolgt die Messung direkt an einer Probe oder prozessnah im laufenden Materialstrom. Die erfassten Werte werden genutzt, um Trocknungszustände, Materialfreigaben oder Abweichungen in der Verarbeitung zu bewerten.
Einsatz im Wareneingang, bei der Trocknung und vor der Verarbeitung
Typische Einsatzstellen liegen im Wareneingang, in der Materialvorbereitung und unmittelbar vor Spritzguss, Extrusion oder Compoundierung. Dort wird geprüft, ob ein Material bereits innerhalb der geforderten Feuchte liegt oder weiter getrocknet werden muss. Auch bei Reklamationsanalysen und bei schwankender Bauteilqualität werden Feuchtemessungen herangezogen, wenn Materialfeuchte als Einflussfaktor in Frage kommt.
Gerätearten nach Messprinzip und Einsatzform
Im Markt finden sich Laborgeräte für Stichproben, mobile Geräte für punktuelle Kontrollen und Systeme für die Einbindung in den Prozess. Die Ausführung richtet sich nach Materialform, Messaufgabe und erforderlicher Genauigkeit. Unterschieden wird zudem zwischen Geräten zur Bestimmung der Materialfeuchte und Lösungen, die Feuchte indirekt über begleitende Prozessgrössen erfassen.
Abgrenzung zu Taupunktmessgeräten und anderer Prüftechnik
Feuchtemessgeräte beziehen sich in dieser Leistung auf die Feuchte des Materials selbst. Davon zu unterscheiden sind Taupunktmessgeräte, die den Feuchtegehalt der Prozess- oder Trocknungsluft überwachen. Im Unterschied zu Dichte-Messgeräten, Härteprüfgeräten oder Temperaturmesstechnik steht hier nicht eine mechanische, thermische oder geometrische Eigenschaft im Vordergrund, sondern der Wasseranteil im Werkstoff.