Was Infrarot-Sensoren erfassen
Infrarot-Sensoren registrieren ausgesandte oder reflektierte Wärmestrahlung und wandeln diese in elektrische Signale um. Damit lassen sich Temperaturunterschiede, Anwesenheit, Positionen oder Prozesszustände ohne mechanischen Kontakt erfassen. In Mess- und Prüfanlagen dienen sie häufig als Sensorkomponente innerhalb einer grösseren Auswertungskette.
Einsatz in Verarbeitung und Qualitätsprüfung von Kunststoffen
Typische Anwendungen liegen bei Extrusion, Thermoformen, Spritzguss-Peripherie, Trocknung sowie bei der Prüfung von Folien, Platten oder Formteilen. Sensoren überwachen dabei etwa Oberflächentemperaturen, Heizzonen, Materialdurchlauf oder das Vorhandensein von Werkstücken. Berührungslose Erfassung ist besonders dort sinnvoll, wo Produkte schnell bewegt werden oder sich eine Kontaktmessung auf das Ergebnis auswirken würde.
Bauformen und Einbindung in Prüfsysteme
Sensoren sind in unterschiedlichen Bauformen verfügbar, etwa als kompakte Detektoren, Flächensensoren oder als Bestandteil modularer Messköpfe. Je nach Aufgabe werden sie fest in Anlagen integriert oder in Prüfständen und Laboraufbauten eingesetzt. Für die praktische Nutzung sind neben dem eigentlichen Sensorelement auch Signalqualität, Umgebungsbedingungen, Sichtfeld und die Einbindung in Steuerungs- oder Auswertesysteme relevant.
Abgrenzung zu Messgeräten, Strahlern und Pyrometern
Sensoren sind die erfassenden Komponenten eines Infrarot-Systems. Im Unterschied dazu bezeichnen Messgeräte in der Regel komplette Einheiten mit Anzeige, Auswertung oder Schnittstellen. Strahler senden Infrarotenergie aus und übernehmen keine Erfassung. Temperaturmessgeräte wie Pyrometer sind auf die berührungslose Temperaturbestimmung ausgelegt, während Sensoren auch für Anwesenheits-, Positions- oder Zustandsabfragen eingesetzt werden können.